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Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. |
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Landesverband Hessen |
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Abenteuer mit DRGs!
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Aktuelle Infos |
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In vielen Kliniken sind bereits Schulungen im Gange, um die Kolleginnen
und Kollegen vor Ort auf die Einführung der DRGs "fit" zu machen. Da kann
man inzwischen aus eigenem Erleben berichten. Aus der Politik haben wir
immer wieder gehört, dass die Einrichtung der Fallpauschalen dazu dienen
solle, die Geldströme in den gesetzlichen Krankenversicherungen
darzustellen, man kenne die Wege nicht, wohin das Geld fließen würde.
Schon dieses Argument ist unverständlich, da uns jährlich mehrfach
Berichte erreichen, welche Kosten in welche Höhe getrieben wurden, welche
budgetiert werden müssen, usw. Also weiß man ja wohl doch, wohin das Geld
fließt. Es werden uns Fallpauschalen - DRGs - beschert! Diese sind "so
schön", dass die USA mit dem teuersten Gesundheitswesen der Welt diese
wieder abschaffen möchten. Australien dient uns als Vorbild - allerdings
wird mit deutscher Gründlichkeit das australische System bei uns
perfektioniert in kürzester Frist.
Wir üben unter fachlich versierter Anleitung an praktischen Beispielen: da wird ein Mensch medizinisch sachgerecht versorgt: perforiertes Ulcus ventriculi, Peritonitis, Sepsis. Es erfolgt die Ulcusübernähung, Lavage und 4-fache Etappenlavage. Zur Einstufung: DRG-Fachleute teilen uns nach längerer Suche im Programm mit, dass es gleichgültig sei, welches die Hauptdiagnose sei. Der CW ändere sich nicht. Und es ist auch gleichgültig, ob 1 Lavage oder 5 Lavagen stattfinden! Die Klinik bekommt immer dasselbe Geld. Ratlosigkeit in den Gesichtern der Lernenden: es sollte doch ein leistungsbezogenes System sein unter dem Motto: "Das Geld folgt der Leistung!" ??? Weiter geht's:Da kommt eine Frau mit Leiomyom des Uterus und symptomatischer Cholelithiasis in die Klinik. In einer Sitzung erfolgen Hysterektomie und Cholecystektomie. Wir lernen, dass es abrechnungstechnisch völlig ungünstig ist für die Klinik, denn die Haupteinweisungsdiagnose ist das Leiomyom. Die Cholecystektomie findet keinen Niederschlag in der Bezahlung an die Klinik. Aber die Klinik hat sehr viel zur Kostendämpfung beigetragen: nur ein stationärer Aufenthalt, nur eine Narkose, nur eine Krankheitsphase, kürzere Arbeitsunfähigkeit! Finanziell viel attraktiver ist es, die Patientin in zwei unabhängigen Aufenthalten zu versorgen! Finanzielle Bestrafung für gute Kooperation der Fachabteilungen? Das Geld folgt der Leistung?
Noch eine Übung:
Weiter geht's:
Finanzielle Klarheit? |
www.mbhessen.de/aktuell/abdrg.htm
Stand: 30.08.2002 Verantwortlich: