| Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. | ||
Landesverband Hessen |
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Fachtagung Arbeitsplatz Krankenhaus:
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"Handlungsansätze zur Verbesserung der Arbeitszeitgestaltung in
Krankenhäusern aus arbeitswissenschaftlicher Sicht"
lautete der nüchterne Titel, unter dem
Seit Jahren kämpft der
Ulich fand bei 43% der Assistenzärzte und 27% der Oberärzte des Kantonsspital Basel (als Universitätsklinik ein Krankenhaus der Maximalversorgung) eine emotionale Erschöpfung im für ein Burnout-Syndrom kritischen Bereich. 22% der Assistenzärzte und 11% der Oberärzte zeigten eindeutige Symptome einer Klientenaversion, vulgo: Sie sahen ihre Patienten als Feind. (Mehr dazu...) Diese Befunde hinterließen den nachhaltigsten Eindruck bei den Verantwortlichen. Dass diese Zustände nicht auf Basel und diesen Krankenhaustyp beschränkt waren, fand Ulich in einer späteren Studie am Spitalzentrum Biel-Bienne, einem Krankenhaus der Grundversorgung mit zentraler Bedeutung für die Region Biel-Seeland und den Berner Jura. Hier litten 41% der Assistenzärzte und 43% der Oberärzte unter einer emotionale Erschöpfung im kritischen Bereich. Die begleitende Arbeitsanalyse ergab, dass nur 30% der Arbeitszeit von durchschnittlich 67 Wochenstunden medizinischen Maßnahmen im engeren Sinne zuzurechenen waren, 24% galten Information und Kommunikation. 27% der Zeit verschlangen administrative Aufgaben (schöndeutsch für Papierkrieg) und 4% Transport und Wege. 6% konnten für persönliche Weiterbildung aufgebracht werden und 8% standen für Pausen zur Verfügung. Ausbildung und Lehre sowie Forschung blieben mit 0% auf der Strecke. Die Vorschläge um die Verbesserung der Arbeitsorganisation sahen als zentralen Punkt die Schaffung eines Patienteninformationsmanagers vor, analog dem Einsatz von medizinischen Dokumentationsassistenten, wie sie von Dr. med. Jochen Haack im Forum 3 "Medizinische Versorgung neu organisiert" als Projekt in den Kliniken des Main-Taunus-Kreises vorgestellt worden ist (siehe unten).
Die ersten Erfahrungen in den Modellprojekten am Kantonsspital Basel
waren sehr ermutigend.
Eine signifikante Senkung der Arbeitszeit war verbunden mit einer
deutlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit auch
der Arbeitszufriedenheit. Lesen Sie dazu näheres auf Seite 25
(Seite 17 von 52 des PDF-Dokuments) im
Sind diese Erfahrungen für Hessen relevant?
Ein Blick in die Ergebnisse der Umfrage durch die Landesärztekammer Hessen,
sei es in die
Ohne Zweifel muss auch in Hessen eine Verkürzung überlanger
Wochenarbeitszeiten mit einer drastischen Veränderung in der
Organisation der ärztlichen Arbeit einher gehen,
damit tatsächlich auch wieder der Patient im Mittelpunkt
stehen und ihm die wesentliche Zeit gewidmet werden kann.
Wir danken deshalb Herrn Kollegen Dr. Haack, dass er uns seinen Beitrag Die Schweizer Erfahrungen lehren uns aber auch, dass solche Veränderungen nicht von alleine geschehen, sondern erst auf massiven Druck und entschiedene Maßnahmen in Gang kommen. Also packen wir es an! QuellenWir danken dem iafob, das uns zwei Dokumente zur Verfügung gestellt hat, denen Sie weitere Details über die Methodik und Ergebnisse des Forschungsprojektes am Kantonsspital Basel entnehmen können:
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www.mbhessen.de/aktuell/burnout.htm
20.12.2002 Verantwortlich:
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