| Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. | ||
Landesverband Hessen |
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Es reicht: Kliniker gegen die 42-Stunden-WocheEindrucksvoller Demonstrationszug durch Marburg am 17.12.04Die Arbeitsgruppe Kliniker gegen die 42-Stunden-Woche hatte gemeinsam mit ver.di und dem mb hessen alle am Universitätsklinikum Marburg beschäftigten Landesangestellten aufgerufen, sich gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zu wehren und sich an einer Demonstration der Ärzteschaft und des Pflegepersonals zu beteiligen.
Heftigem Wind und Regen musste getrotzt werden. Eine engagierte Trommler- und Rhythmusgruppe sorgte rasch dafür, dass niemandem kalt wurde. Nur der ununterbrochende Regen brachte so manchen Lampion zum Erweichen, was aber die Kinder, die ihre protestierenden Eltern begleiteten, nicht entmutigen konnte. Sie halfen dann beim Tragen der Transparente und Fahnen. Von umsichtiger Polizei eskortiert bewegte sich der Zug durch die Universitätsstraße und über den Rudolphsplatz in die Biegenstraße bis zum Hörsaalgebäude. An Passanten und Autofahrer wurden Flugblätter mit den Forderungen überreicht. Vor einem zentralen Kaufhaus schallte es den Einkaufenden entgegen: "Uns ist das Einkaufen vergangen, denn uns wurde das Urlaubsgeld gestrichen und das Weihnachtsgeld gekürzt".
Während der Abschlusskundgebung zeigte das Wetter, dass der Regen noch steigerungsfähig war. Dennoch harrten die Teilnehmer unter einem Wald von Schirmen aus, um zu erfahren, dass sie mit ihrem Problemen nicht allein gelassen werden, sondern eine breite Unterstützung erfahren. Der Sprecher der Initiativgruppe kg42 führte nochmals die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen an, die der erste Anlass für die Demonstration waren. Er machte deutlich, dass die Verlängerung der Arbeitszeit in den nächsten Jahren jeden zehnten Arbeitsplatz kosten wird. Er verlas die ausführliche Solidaritätsadresse der Kolleginnen und Kollegen vom Landesverband Baden-Württemberg des Marburger Bundes. Frau Marita Kruckewitt von ver.di Marburg warnte eindringlich vor der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen durch eine Privatisierung. Besonders stellte sie Asklepios als einen Betreiber heraus, der nicht nur ausgesprochen schlechte Arbeitsbedingungen biete, sondern zudem auch Verträge nicht einhalte. Dr. Elmar Lindhorst, Arzt am Universitätsklinikum Marburg und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Hessen des Marburger Bundes, überbrachte eine Solidaritätsadresse des Landesverbandes Thüringen des Marburger Bundes und verlas die Forderungen der Marburger Universitätsärzte zur Sicherstellung der Patientenversorgung. Zum Abschluss überbrachte der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Marburg einen von allen 59 Abgeordneten einstimmig beschlossenen Unterstützungsantrag mit der Forderung, in Marburg eine qualifizierte Krankenversorgung auf hohem Niveau zu erhalten und die Erfüllung des Auftrages zu Forschung und Lehre nach globalen Maximalstandards sicherzustellen.
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www.mbhessen.de/aktuell/esreicht0412.htm
28.12.2004 Verantwortlich:
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