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Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.

 

Landesverband Hessen

 


Bundesverdienstkreuz für
Dr. med. Wolfgang Furch

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Seine Vorstellung

 

Am 16.5.2001 wurde dem langjährigen 1. Vorsitzenden des mb hessen das Bundesverdienstkreuz erster Klasse überreicht.

Der mb hessen reiht sich in die Schar der Gratulanten ein. Schließlich hat das breite ehrenamtliche Engagement Furchs in vielen thematischen Aspekten auch die Arbeit des mb befruchtet. Nicht zuletzt hat er ungezählte Stunden Verbandsarbeit geleistet, darunter über 28 Jahre im Vorstand des Landesverbandes Hessen.

Unauslöschlich blieben für ihn die traumatischen Erlebnisse der Kindheit: Vertreibung aus der schlesischen Heimat, in der er am 24.06.36 in Breslau geboren worden war, und die Bombardierung der Zwischenstation Dresden.
In Hessen vollendete er seine Schulbildung mit dem Abitur 1957 und trat das Medizinstudium an, das er 1963 abschloss. In diesem Jahr promovierte er auch mit magna cum laude.
In Frankfurt absolvierte er auch seine Zeit als Medizinalassistent und erhielt 1965 die Appobation als Arzt.
Seine Tätigkeit als Assistenzarzt führte ihn über das Clementine-Kinderkrankenhaus schließlich in die Frauenheilkunde und an das Krankhaus Nordwest. Als Schüler von Prof. Cramer wurde er 1970 Facharzt. Im gleichen Haus qualifizierte er sich weiter und wurde 1977 erster Oberarzt und ständiger Vertreter des leitenden Arztes Prof. Karschnia.

Von 1978 bis 1999 war er Chefarzt der geburtshilflichen und gynäkologischen Abteilung des städtischen Krankenhauses Bad Nauheim.

Nun ein Fokus auf seine Tätigkeit im und für den mb:

Schon 1960 arbeitete er fünf Jahre als Diakon (Mitglied des Kirchenvorstandes) in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, der er auch später weiter aktiv verbunden geblieben ist.
Eine Artikelserie in einer kirchlichen Zeitung zur "Abtreibung im Urteil eines christlichen Arztes" 1979 führte zu einem starken Leserbriefecho und ein Jahr später zur Gründung der "Freikirchlichen Initiative für das Leben - pro vita", die heute ihren Sitz in Hannover hat und über die Mitgliedschaft im Verband freikirchlicher Diakoniewerke zugleich Mitglied im Diakonischen Werk ist. Ein eigener Informationsdienst bedient mehr als 1.200 Adressen. Nach jahrelangen Vortragsreisen existieren in vielen Städten örtliche Hilfegruppen.

Die Mitveranstaltung eines Seminars zur in-virto-Fertilisation führte zur Herausgabe des Seminarberichtes "Es wird ein Mensch gemacht...". Ein weiteres Buch aus persönlicher Betroffenheit eines Gynäkologen mit der Problematik der Abtreibung trug den Titel "Abtreiben - eine Lösung?"

Der mb hessen ehrte 1986 seinen Vorsitzenden zu seinem 50. Geburtstag mit einem Symposium in der Akademie für ärztliche Fortbildung Bad Nauheim zu diesem Thema.
In diesem Jahr erhielt er auch zum ersten Mal das Bundesverdienstkreuz.

Seine Beschäftigung mit Themen medizinischer Ethik spiegelt sich auch in zahlreichen Redebeiträgen zu Themen wie Abtreibung, Euthanasie, Berufsordnung und in-vitro-Fertilisation auf den Deutschen Ärztetagen und nicht zuletzt in einem Beitrag "Medizinische Ethik weltweit in Gefahr" im Deutschen Ärzteblatt.

Das Bild wäre unvollständig ohne die Erwähnung seiner Tätigkeit im Umweltschutz als Mitglied des Deutschen Bundes für Vogelschutz mit Anlage eines großen Amphibien- und Libellenteiches, Überwachung des Naturschutzgebietes "Salzwiesen von Wisselsheim", Kauf von Grundstücken für Zwecke des Naturschutzes und Erschließung neuer Biotope.

Wie es aktive Mitglieder des mbhessen kennzeichnet, kann der Jubilar Glückwünsche auch per E-Mail entgegennehmen:
  Dr. W. Furch

 

Übersicht

 


www.mbhessen.de/aktuell/furch.htm
Stand: 24.10.2001 Verantwortlich:  
Prof. Dr. H. Kuni