Personalversammlung im Klinikum Hanau: Privatisierung geplant!
Am 14. Juli 2004 fand eine Personalversammlung im Klinikum Hanau statt,
die unter dem Einfluss der bekannt gewordenen Absicht des Magistrats, das Klinikum zu privatisieren,
lebhaften Zuspruch fand.
Die jüngst bekannt gewordene Absicht ist überraschend vor dem
Hintergrund, dass erst vor wenigen Monaten ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit den
Dr. Horst-Schmidt-Kliniken gGmbH Wiesbaden geschlossen worden war.
Es war beabsichtigt, das Klinikum Hanau als Eigenbetrieb in Kooperation mit den
Dr. Horst-Schmidt-Kliniken gGmbH und dem Klinikum Offenbach weiter zu führen.
Diesen Weg wollen die Hanauer Verantwortlichen nun nicht weiter gehen.
Sie haben den Geschäftsbesorgungsvertrag beendet und verkündet, eine Umwandlung
des Klinikums in eine GmbH zu 01. Januar 2005 anzustreben.
Eine Pikanterie am Rande ist, dass eine hierfür neu geschaffene
Projektmanagerstelle mit dem von ver.di abgeworbenen Gewerkschaftssekretär
Uwe Niemeyer besetzt worden ist.
Ebenfalls am Rande sei erwähnt, dass die Rechtsform des Klinikums
Offenbach ab 1.1.2005 vom kommunalen Eigenbetrieb in eine gGmbH umgewandelt wird.
Die Rechte und Besitzstände der Beschäftigten werden dort durch einen
Personalüberleitungstarifvertrag zwischen den Gewerkschaften
ver.di/MARBURGER BUND und dem Arbeitgeber abgesichert.
Sollte der Magistrat der Stadt Hanau die Privatisierungspläne nicht aufgeben,
wird der mb hessen sich dafür einsetzen, dass die Rechte seiner Mitglieder gewahrt werden.
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