| Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. | ||
Landesverband Hessen |
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Uniklinik Marburg will 140 Stellen streichenProf. Dr. Happle greift ver.di-Mitglieder an |
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Da der Uniklinik Marburg im Haushalt 2003 rd. 5 Millionen Euro fehlen,
wurden vom Vorstand auf einer kurzfristig einberufenen Mitarbeiterversammlung
am 18.11.02 Einsparmaßnahmen präsentiert. Neben Kostensenkungen durch Straffung
der Arbeitsabläufe und Zurückfahren der ambulanten Betreuung in den Polikliniken
sollen zwischen sechs und acht Stationen geschlossen werden.
Außerdem sollen durch die Nichtbesetzung freiwerdender Stellen und den Ablauf
befristeter Verträge (insbesondere bei Ärzten und Wissenschaftlern)
140 Stellen eingespart werden. Als Schuldigen für die Misere hat der Vorstand
bereits die "Nullrunde" und den Personalkostenanstieg durch die aktuelle
Tarifauseinandersetzung ausgemacht. Dieses Argument wurde auf der Mitarbeiterversammlung dann auch von dem Direktor des Zentrums für Hautkrankheiten, Prof. Dr. Happle, aufgegriffen. Er besaß die Unverschämtheit, die ver.di-Mitglieder im Saal aufzufordern, sich zu erheben, zeigte dann mit dem Finger auf diejenigen, die aufstanden, und bezeichnete sie als die Verantwortlichen für die Misere. Bedauerlich, dass der gastgebende Klinikumsvorstand nicht in der Lage oder willens war, diese Zumutung zu verhindern. Die Antwort auf die Stelleneinsparungen kann nur sein, jetzt verstärkt die geleistete Arbeit und die tausendfach angefallenen Überstunden in Rechnung zu stellen, damit das tatsächliche Volumen ärztlicher Tätigkeit sichtbar wird und die von der Stellenstreichung betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine Chance zur Weiterarbeit erhalten. Wenn die Arbeit der "Weggesparten" ohne Bezahlung erledigt wird, geht das Kalkül des Arbeitgebers auf.
Mit dem Titel "Ein Chefarzt sollte sich vor seine Untergebenen stellen"
gab es dazu in der Kolumne
"Thema der Woche" in der OP Marburg vom 23.11.2002
Dazu schreibt der mb hessen an den kaufmännischen Direktor des Uniklinikums Marburg:
Ein Angriff auf Gewerkschaftsmitglieder wie in der Mitarbeiterversammlung
am 18.11.02 durch Prof. Happle darf nicht geduldet werden.
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www.mbhessen.de/aktuell/mr021118.htm
28.11.2002 Verantwortlich:
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