| Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. | ||
Landesverband Hessen |
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Mitarbeiterversammlung am 18.11.2002 |
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Herrn Dr. Hans-Joachim Conrad Kaufmännischer Direktor Kliniken der Philipps-Universität Marburg Baldinger Straße 35043 Marburg |
26. November 2002/R/He | |
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Sehr geehrter Herr Dr. Conrad, zahlreiche Mitglieder haben uns nach der Mitarbeiterversammlung auf das skandalöse Verhalten von Herrn Prof. Dr. Happle angesprochen. Wir haben kein Verständnis dafür, dass in der Versammlung Mitglieder der Gewerkschaft ver.di aufgefordert werden sich zu erheben, dann mit dem Finger auf sie gezeigt wird und sie als Verantwortliche für die Situation im Gesundheitswesen, respektive die Kostenentwicklung in den Kliniken verantwortlich gemacht werden. Hierin sehen wir eklatante Verstöße u.a. gegen § 67 HBG und § 61Abs. 3 HPVG. In einem solchen Falle erwarten wir von der Versammlungsleitung, dass ein derartiges Verhalten nicht toleriert wird. Auch das Verhalten von Herrn Prof. Dr. Happle gegenüber der ver.di Fachsekretärin Frau Marita Kruckewitt vor Beginn der Versammlung, als er ihr Faltblätter aus der Hand riss und sie für die Stellenreduzierungen verantwortlich machte, entspricht wohl kaum professoraler Etikette. Kann es sein, dass Herr Prof. Dr. Happle zu seinem Verhalten dadurch ermuntert wurde, dass in dem Vorstandsrundschreiben "An alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" vom 12. November 2002 geschrieben steht, das "pro jeweils einem Prozent Tariferhöhung 45 Stellen abgebaut" werden müssen? Wenn Sie die Entscheidungen auf Bundesebene (Vorschaltgesetz, § 6 Abs. 3 BPflV) nicht in den Vordergrund stellen und stattdessen die Tarifforderungen auf Arbeitnehmerseite herausheben, bemerken unsere Mitglieder zurecht, dass durch die Ärztinnen und Ärzte am Klinikum tausendfach unbezahlte Überstunden geleistet werden und zum Dank für diese dauernde Subvention noch die Stellen gestrichen werden. Vielleicht hätte eine Lösung wie aktuell an der Uniklinik Greifswald mehr öffentliche Wirksamkeit entfaltet, als die "Kampfansage" gegen die Beschäftigten. Herr Prof. Dr. Happle hat den Interessen des Klinikums einen denkbar schlechten Dienst erwiesen. Unsere bundesweit 75.000 Mitglieder, angestellte und beamtete Ärztinnen und Ärzte, Studentinnen und Studenten werden wir in der nächsten Ausgabe der Verbandszeitung über die Mitarbeiterversammlung vom 18.11.02 informieren. Wir erwarten, dass der Vorstand sich seiner Fürsorgepflicht bewusst wird, ähnliche Vorkommnisse zukünftig unterbunden werden und eine Distanzierung erfolgt.
Mit freundlichen Grüßen
gez. RA Udo Rein |
www.mbhessen.de/aktuell/mr0211181.htm
28.11.2002 Verantwortlich:
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