Auf Grund einer einstweiligen Anordnung des LAG Köln hatte sich der Bundesverband des mb in letzter Minute entschließen müssen, die für den 13.12.05 geplanten Warnstreiks im Bereich der VKA abzusagen.
Der durch lange Jahre der Ausbeutung aufgestaute Unmut der Kliniksärzte entlud sich spontan an einigen hessischen Kliniken in Form einer aktiven Mittagspause. Es kennzeichnet den erbarmungslosen Arbeitsdruck in den Kliniken, dass bereits eine tatsächlich in Anspruch genommene Mittagspause schon einer streikähnlichen Arbeitsniederlegung nahe kommt.
Die Bilder zeigen offenkundig den Rückhalt im ganzen Team und unterstreichen damit einen elementaren Grundsatz des mb: Auch bei einer offensiv vorgetragenen Forderung zur Verbesserung der ärztlichen Arbeitsbedigungen darf die Solidarität mit den anderen Beschäftigten im Krankenhaus und das Wohl der Patienten nicht aus dem Auge verloren werden. Deshalb ist auch der billige Versuch der VKA, die verschiedenen Gruppen der Beschäftigten im Krankenhaus gegeneinander auszuspielen, zum Scheitern verurteilt. Mit der Drohung, die vom mb geforderte Gehaltserhöhung müsse die VKA mit einer Verminderung des Monatslohn der Krankenschwestern (und wohl auch der Pfleger) mit durchschnittlich 300 € kompensieren, fällt auf die Arbeitgeber selbst zurück: Haben sie doch allen gezeigt, was sie von soeben abgeschlossenen Verträgen halten, denn ohne einen Bruch geltender Tarifverträge wäre wohl eine solche Gehaltsminderung nicht zu realisieren.
Ein Klick auf das Vorschaubild bringt Sie zur größeren Darstellung. Wir verdanken die Bilder unserem Kollegen Lothar D. Hebel aus Hanau. Bei Interesse an einer Bilddatei in Originalqualität wenden Sie sich bitte direkt an Herrn Hebel.