Frankfurt a.M. – Am 06. Dezember 2005 werden die Tarifverhandlungen zwischen der Krankenhausärztegewerkschaft Marburger Bund der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) fortgesetzt.
Inhalt der Verhandlungen sind die Arbeitsbedingungen der Universitätsärztinnen und ärzte. Die hessischen Universitätsmediziner bleiben jedoch außen vor, da das Land Hessen im Jahr 2004 die TdL verlassen hat.
Während andere Bundesländer zumindest ernsthaft über tarifvertragliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen der Uniärzte verhandeln, mutet das Land Hessen den von ihm selbst bezeichneten Spitzenmedizinern weiterhin folgende Arbeitsbedingungen zu:
Die hessischen Universitätsärztinnen und -ärzte nehmen dies nicht länger hin. Vor der Fortsetzung der Verhandlungen mit der TdL am 06. Dezember treten die Marburger Universitätsärzte, auch stellvertretend für ihre Gießener und Frankfurter Kollegen, in einen Warnstreik am Freitag, den 02.12.2005 von 12:30h bis 14:30h. Die Notfallversorgung ist selbstverständlich gewährleistet.
Die von der hessischen Landesregierung propagierte wissenschaftliche Exzellenz in der klinischen Medizin und die Leistungsfähigkeit in der Krankenversorgung ist unter den bestehenden Rahmenbedingungen nicht länger möglich. Die Universitätsärztinnen und -ärzte verstehen den Warnstreik daher als letzte vorweihnachtliche Warnung an die Landesregierung gemeinsam mit der TdL und dem Marburger Bund ernsthaft einen ärztespezifischen Tarifvertrag auszuhandeln, um den anhaltenden Exodus deutscher Spitzenmediziner ins westdeutsche Ausland zu stoppen. Sollte dies nicht der Fall sein, werden länger anhaltende Arbeitsniederlegungen die Folge sein müssen.
V.i.S.d.P: Marburger Bund, Lv Hessen, RA Udo Rein