Ärzte sollen unabhängig vom Gewinnstreben privater Träger bleiben

Ärzte sollen unabhängig vom Gewinnstreben privater Träger bleiben. Das ist eine zentrale Forderung vom Prof. Dr. Matthias Kettner, Medizinethiker an der Universität Witten/Herdecke in einem von ihm zusammen u.a. mit Priv.-Doz. Dr. Friedrich Heubel aus Marburg herausgegebenen Buch (Hrsg.: Heubel, Friedrich / Kettner, Matthias / Manzeschke, Arne, Die Privatisierung von Krankenhäusern: Ethische Perspektiven, VS Verlag, 2010, 272 S., ISBN: 978-3-531-17256-9). Der hier ausführlicher vorgestellte Sammelband soll ethische Perspektiven auf einen kontroversen Gegenstand vermitteln.

Er sieht derzeit nicht bewiesen, dass privatisierte Krankenhäuser bei gleich guter Krankenversorgung kostengünstiger arbeiten oder die Versorgung sogar verbessern.

Es müsse institutionell gesichert sein, dass zwischen dem medizinisch Angezeigten und dem finanziellen Gewinninteresse auf transparente Weise abgewogen wird und der Patient nicht den Kürzeren zieht. Gemeinsam mit Gesundheitspolitikern sieht er für die organisierte Ärzteschaft ebenso wie für Repräsentanten der Pflege eine moralische Mitverantwortung dafür, dass die geforderte Transparenz hergestellt wird.

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