Ärzteparlament: MB fordert Lösungen in der Notfallversorgung und für Studierende mit einem Teilstudienplatz

"Studierende mit einem Teilstudienplatz fallen in eine Bürokratiemühle, da sich niemand für sie zuständig fühlt", sagt PD Dr. Andreas Scholz, stellv. Landesverbandsvorsitzender des Marburger Bund Hessen. Auf der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer am 21. März hat der Marburger Bund Hessen deshalb eine Resolution beantragt, die die Ärztevertreter einstimmig angenommen haben.

Das Ärzteparlament fordert darin die Hessische Landesregierung auf, eine Lösung für Medizinstudierende zu finden, die den ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung bestanden haben, aber keinen Platz im klinischen Teil des Studiums an einer hessischen Universität erhalten, weil nicht ausreichend klinische Studienplätze vorhanden sind. „Es kann nicht sein, dass die hessische Regierung zum einen alles gegen einen Ärztemangel unternehmen will, sich dann aber nicht für ausreichende Kapazitäten im klinischen Abschnitt des Studiums verantwortlich fühlt", so Scholz.

Des Weiteren appellierten die MB-Delegierten - mit einem Antrag zur Notfallversorgung - an das hessische Sozialministerium einen runden Tisch einzurichten, damit Fragen, etwa nach der Zunahme der Selbsteinweisungen, aber auch nach der Finanzierung der Notfallversorgung in Kliniken, geklärt werden können. Der Antrag ist von der hessischen Ärzteschaft mit großer Mehrheit angenommen worden.

Da das Wohl des Patienten nicht immer deckungsgleich ist mit den ökonomischen Zielvorgaben einer Klinik, hat Dr. Susanne Johna, Landesverbandsvorsitzende des MB Hessen, einen Antrag gestellt, dass die Landesärztekammer für solche Konfliktsituationen ein Beratungsgremium einrichtet. Dieser Antrag ist jedoch erst einmal an das Präsidium überwiesen worden.

Ein großer Diskussionspunkt im Ärzteparlament war das Thema „die Legalisierung von Cannabis", das die Grünen in den Bundestag eingebracht hatten.
Ein rein medizinsicher Antrag von MB-Delegierten "Cannabinoide dürfen nur nach begründeter Indikation durch Ärzte verordnet werden. Die Kassen sollen die Kosten für diese Medikamente übernehmen."  konnte wegen mangelnder Beschlussfähigkeit nicht mehr abgestimmt werden.

Alle Anträge des Marburger Bundes Hessen als PDF:

Antrag Teilstudienplätze

Antrag Notfallversorgung

Antrag Kommunikation

Antrag Beratungsgremium

 

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