Aktionstag zum PJ informiert über Aufwandsentschädigung und Studientag

Am Aktionstag zum PJ an der Uni Frankfurt Mitte Mai, zu dem die Fachschaftsvertreter aufgerufen hatten, informierten Medizinstudierende ihre Kommilitonen, Patienten, Ärzte und Passanten zum Thema PJ-Aufwandsentschädigung und Studientag. Mit einem Infostand, Flyern, Kuchen und Musik machten die Studierenden vor dem Uniklinikum auf ihre Situation im PJ aufmerksam:

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Aktionstag zum PJ vor der Uni Frankfurt.

In Frankfurt erhalten Studentinnen und Studenten während des PJ keine Aufwandsentschädigung und das obwohl es nach der neuen Approbationsordnung möglich ist: Uniklinik und angeschlossene Lehrkrankenhäuser können ihren PJ-Studenten eine Aufwandsentschädigung bis zu 597 Euro – dem Bafög-Höchstsatz - zahlen. So erhalten PJ-Studenten in  Gießen und Marburg etwa 300 Euro im Monat. In Frankfurt sind es 0 Euro, obwohl die Studierenden in diesem Studienabschnitt in der Regel 40 Stunden pro Woche, 48 Wochen lang arbeiten, wie auf den Flyern zu lesen war.

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Infotafeln zur PJ-Aufwandsentschädigung und Studientag vor der Uniklinik Frankfurt.

Ein weiterer Punkt, für den sich die Studierenden einsetzen ist der Erhalt des Studientages, den die Uni Frankfurt 2014 abschaffen will. Der Studientag ist ein Tag in der Woche im PJ, an dem die Studenten Zeit zum Selbststudium, zur Reflexion des Gelernten und Erlebten auf Station und im OP haben. Außerdem dient er der Vorbereitung auf die letzten Prüfungen des Staatsexamens.  

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen gab es zum Abschluss des Aktionstages eine Demo mit anschließender Kundgebung auf der Hauptwache in Frankfurt. Rund 200 Medizinstudenten nahmen an der Demonstration teil.

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Studierende beim Demozug durch Frankfurt.

„In Bewegung ist seit dem nicht viel gekommen“, sagt Lars Dutschke, MB-Mitglied und Mitglied im Fachschaftsrat der Goehte-Uni Frankfurt, etwas enttäuscht. „Uniklinik und Lehrkrankenhäuser zeigen kaum Interesse etwas  an der Situation zu ändern. Alle Beteiligten zögern eine Entscheidung hinaus. Noch nicht einmal den bei der letzten Vollversammlung Mitte April versprochenen Termin mit Vertretern aller Lehrkrankenhäuser, des Dekanats und Studenten des Fachbereichsrates hat man im Dekanat bisher versucht umzusetzen.“

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Die Fachschaft Medizin wird jetzt noch einmal alle Lehrkrankenhäuser anschreiben und nachhaken, wie es mit der Bereitschaft, eine Aufwandsentschädigung zu zahlen aussieht. So hatten beispielsweise die Hochtaunuskliniken auf der Vollversammlung signalisiert ihren PJ-Studenten eine Aufwandsentschädigung  in voller Höhe zu zahlen. Ein Treffen von Fachschaftsvertretern mit dem Vorstand der Uniklinik ist für Ende Juni geplant.

Auf der 123. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Hannover sind außerdem Beschlüsse gefasst worden, die Aufwandsentschädigung und PJ betreffen (PDF)

Autorin: Kerstin Mitternacht
Fotos: Fachschaft Medizin

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