Ausblick 2016 – wichtige Weichenstellungen stehen an

Für das bereits begonnene Jahr wünsche ich Ihnen noch alles Gute. Was wird es uns bringen? Bis Ende des Jahres will das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden, ob das Tarifeinheitsgesetz verfassungskonform ist. Der Marburger Bund hatte – neben weiteren Berufsgewerkschaften - im letzten Jahr eine Klage gegen das Gesetz beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Parallel dazu lief der Antrag, das Gesetz bis zu einer endgültigen Entscheidung im Rahmen einer einstweiligen Anordnung zu stoppen. Dem ist das Gericht zwar nicht gefolgt, hat aber trotzdem in seiner Begründung Aspekte einfließen lassen, die uns positiv stimmen, dass es das Gesetz als verfassungswidrig einstufen wird und der Marburger Bund weiterhin eigenständig arztspezifische Tarifverträge aushandeln kann.

Unabhängig davon ist es für die Durchsetzung ärztlicher Interessen eminent wichtig, dass möglichst viele Mitglieder den Marburger Bund unterstützen. Bitte werben Sie daher unter Kolleginnen und Kollegen, die noch nicht Mitglied in Europas größtem Ärzteverband sind, für eine Mitgliedschaft im Marburger Bund.

Zudem finden in diesem Jahr in Hessen die Personalratswahlen statt, auch an den hessischen Universitätskliniken. Wir bitten unsere Mitglieder sich an der Wahl zu beteiligen und die Listen bzw. Delegierten des Marburger Bundes zu wählen, damit dieser die ärztlichen Interessen an den Unikliniken wahrnehmen kann.

Außerdem stehen dieses Jahr die Wahlen zur Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigungen an: Auch in Hessen nimmt die Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die angestellt in Praxen oder MVZ arbeiten, stetig zu. Der Marburger Bund vertritt natürlich auch ihre Interessen und wird mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl antreten.

Neben Tarifverhandlungen auf lokaler Ebene stehen in diesem Jahr wieder die bundesweiten Verhandlungen für die kommunalen Kliniken an. In Hessen betrifft das mehr als 40 Häuser.

Die Erfolge die wir in den vergangenen Jahren erzielt haben, konnten wir nur mit Ihrer Unterstützung erreichen. Kämpfen Sie mit uns für bessere Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte und gegen eine überbordende Ökonomisierung der Patientenversorgung. Überzeugen Sie daher Ihre Kolleginnen und Kollegen für eine Mitgliedschaft im Marburger Bund Hessen.

Dr. Susanne Johna, Landesverbandsvorsitzende

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