Beschlüsse der Hauptversammlung des MB Hessen am 9. Oktober

Auf der Hauptversammlung des Marburger Bundes Hessen, Anfang Oktober in Frankfurt, haben die Delegierten einige Beschlüsse gefasst, die wir hier kurz vorstellen:

 

  • Der Marburger Bund Hessen fordert vom Land Hessen einen Finanzierungsplan, um die Lücken in der Finanzierung der Investiti­onskosten der Krankenhäuser zu schließen. Das Land Hessen soll sich auf Bundesebene für einen „nationalen Kraftakt“ stark ma­chen, um die Finanzierung langfristig als Projekt zur Sicherstellung des verfassungs­rechtlichen Auftrags zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge für die Bevölkerung zu leisten. Der Beschluss als PDF >>>

  • Der Marburger Bund Hessen verlangt im Rahmen der Poolbeteiligung der Ärztinnen und Ärzte in Hessen eine Klarstellung des § 15 Hessisches Krankenhausgesetz, wonach es nur auf eine Einnahmenerzielung im stationären Bereich per se ankommen soll, um die vorgesehene und angemessene Beteiligung der nachgeordneten Ärztinnen und Ärzte und des nichtärztlichen Personals sicherzustellen. Der Beschluss als PDF >>>

  • Der Marburger Bund fordert von der neuen Bundesregierung eine bessere Vernetzung von Kranken- und Pflegeversicherung. Der Beschluss als PDF >>>
    und die Fehlanreize im Gesund­heitssystem zu beenden. Der Beschluss als PDF >>>

  • Keine ärztliche Beteiligung an Patenten für Designerbabys. Der Marburger Bund Hessen fordert alle ärztlichen Organisationen zu einem kla­ren Votum zur Nichtbeteiligung von Ärztinnen und Ärzten. Außerdem wird die Politik aufgerufen über die entsprechenden Gremien eine Annul­lierung und Ächtung solcher Verfahren (erst recht durch Patentierbarkeit) weltweit zu erwirken. Der Beschluss als PDF >>>

  • Der MB Hessen verlangt, dass die Weitergabe und Nutzung von Patientendaten nicht ohne individuelles Einverständnis der Betroffenen erfolgen darf. Der Beschluss als PDF >>>
  • Die überhandnehmende Ökonomisierung im Gesundheitswesen führt in vielen Kliniken dazu, dass die Anzahl der Beschäftigten in den ärztlichen und pflegenden Berufen reduziert wird. Die Konsequenz ist eine nicht hinnehmbare Arbeitsverdichtung für das verbleibenden Personal mit der Folge mangelnder persönlicher Zuwendung zum Patienten. Um dem Trend der Reduzierung von ärztlichem und pflegerischem Personal entgegen zu treten fordert der Marburger Bund die Arbeitgeber auf, in den Kliniken eine Kommission zu bilden, welche Personalmindestbesetzungszahlen pro Klinik und Abteilung festlegt. Diese Kommission sollte aus den jeweiligen Chefärzten und Pflegeleitungen der Abteilung, Arbeitnehmervertretern (Betriebsrat/ Personalrat) und Vertretern der Klinikleitung bestehen. Der Beschluss als PDF >>>
  • Der Marburger Bund fordert die neue Bundesregierung auf, den angekündigten Überarbeitungsprozess („lernendes System“) der PEPP (Pauschaliertes Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik) um ein bisher fehlendes aber wesentliches Element zu ergänzen: den psychiatrischen Sachverstand. Der Beschluss als PDF >>>

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