Betreuung von Kindern der Mitarbeiter in hessischen Krankenhäusern - desolat

Die Aussage des Titels trifft natürlich nicht auf alle Kliniken zu, es gibt durchaus positive Beispiele. Allerdings ist das eine fast verschwindende Minderheit. Das hat diese  gemeinsame Umfrage der Landesärztekammer Hessen und der hessischen Krankenhausgesellschaft ergeben: Gerademal 14 der angeschriebenen 172 Krankenhäusern, also nur 8 Prozent, berichteten über eine betriebseigene Kinderbetreuung! 58, also ein Drittel, fanden es noch nicht einmal nötig, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts auf diese elementar wichtige Frage zu antworten, vielleicht scheuten sie auch nur eine negative Antwort.

Aber auch in den 14 Kliniken steht für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kinderbetreuung nur auf dem Papier. Bis auf eine Ausnahme müssen alle Wartelisten führen, die im Durchschnitt immerhin 16 Kinder auf einen Krippenplatz und 19 auf einen Kitaplatz warten lassen.

Fünf Einrichtungen schließen in den Sommerferien für drei Wochen. Keine hat an Sonn- und Feiertagen geöffnet! Nur in zwei Einrichtungen werden die Kinder bis 20:40h bzw. 22:00h betreut. Lediglich drei verfügen über ein Betreuungskonzept für außerplanmäßige Ereignisse, wie beispielsweise ungeplante Überstunden.

Immerhin haben weitere 10 Prozent der Krankenhäuser eine Kooperation mit externen Einrichtungen angegeben. Dort kann natürlich keinerlei Rücksichtnahme auf die Besonderheiten klinischer Arbeitszeiten erwartet werden, im Gegenteil: Immer wieder wird von Strafzuschlägen bei verspätetem Abholen der Kinder berichtet.

 

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