Bundesrat stimmt Änderung der Approbationsordnung zu

Das Pflichttertial /-quartal Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr (PJ) ist vom Tisch. Der Bundesrat hat den Länderantrag abgelehnt. Den weiteren von der Bundesregierung vorgeschlagenen Änderungen der Approbationsordnung für Ärzte hat der Bundesrat mit Auflagen zugestimmt.

Übersicht der Änderungen der Approbationsordnung:

  • Splittung des Hammerexamens und der Prüfzeiten: Das Staatsexamen wird auf einen schriftlichen Teil vor und einen mündlichen Teil nach dem PJ aufgeteilt.
  • Das PJ darf künftig in Teilzeit (50 oder 75 Prozent der wöchentlichen Ausbildungszeit) absolviert werden.
  • Die Mobilität im PJ wird erhöht. Studenten können, wenn Plätze vorhanden sind, während ihres PJ die Universitätsklinik wechseln.
  • Der Querschnittsbereich 14 Schmerzmedizin wird in der Approbationsordnung aufgenommen.
  • Die Mindestdauer des Blockpraktikums in der Allgemeinmedizin wird verdoppelt, von bisher einer Woche auf zwei Wochen.
  • Mit einer Übergangsfrist sollen Universitäten künftig 20 Prozent der Studierenden einen Platz für das Wahltertial Allgemeinmedizin einräumen.
  • Obergrenze der Aufwandspauschale im PJ: “Die Gewährung von Geld- oder Sachleistungen, die den Bedarf für Auszubildende nach § 13 Absatz 1 Nummer 2 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Bafög) übersteigen, ist nicht zulässig.” Das ist laut Bafög ein Betrag von 373 Euro.

Der Marburger Bund Hessen freut sich über diese Beschlüsse. Der Einsatz des MB Hessen für den Erhalt des Wahltertials hat sich gelohnt.

Den Beschluss des Bundesrates zur Approbationsordnung finden Sie hier.

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