Bundestagsabgeordnete beim MB Hessen

Dr. Katja Leikert (CDU), Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, hat sich Anfang Februar mit MB Bundesvorsitzenden Rudolf Henke und dem geschäftsführenden Vorstand des MB Hessen, Dr. Susanne Johna, PD Dr. Andreas Scholz und Dr. Lars Bodammer zum Austausch über verschiedene gesundheitspolitische Themen in Frankfurt getroffen.

Überarbeitung des Krankenhausplans

Dabei ging es den MB-Vertretern natürlich auch um landespolitische Themen, wie die aktuell anstehende Überarbeitung des Krankenhausplans. Sie machten deutlich, dass hier der Gesetzgeber die Möglichkeit nutzen sollte, die stationäre Gesundheitsversorgung als wichtigen Teil der Daseinsvorsorge im Sinne der Patienten und Mitarbeiter zu gestalten. Dazu gehören sowohl Kapazitäten und Ausstattung in der Notfallversorgung und dem Katastrophenschutz als auch prinzipielle Entscheidungen zu Themen wie der Sicherstellung von ausreichend Personal.  Der MB Vorstand betonte, dass die Auslastung von Krankenhäusern nicht ausschließlich ökonomischen Gesichtspunkten folgen könne, sondern auch Puffer für nicht planbare Not- und Katastrophenfälle honoriert werden müssen.

Ebenso thematisiert wurde der Abbau von Abteilungen für die Geburtshilfe in Hessen. Dem könnte eine Festlegung im Krankenhausplan, im Sinne einer Abteilung pro Landkreis entgegenwirken, so ein Vorschlag des MB Vorstands.

Leikert betonte, dass aus ihrer Sicht regionale Lösungen, zum Beispiel über die regionalen Gesundheitskonferenzen, oder über einen Austausch zwischen den Kliniken, wichtig wären.   

Ein besonderes Anliegen ist der Bundestagsabgeordneten das Thema Organspende, hier gelte es die Bevölkerung und auch das Personal im Gesundheitswesen zu sensibilisieren. Der MB Vorstand schlägt hierzu einen Austausch mit dem Ausschuss der Landesärztekammer Hessen vor.

Einig waren sich Leikert und der MB-Vorstand, dass die Digitalisierung der Medizin nicht aufzuhalten sei, sondern Datensicherheit und Datensparsamkeit betrachtet werden müssen.  Um Datensicherheit und die jederzeit notwendige Verfügbarkeit von Patientendaten im Krankenhaus zu erreichen, muss eine entsprechende Unterstützung und Ausstattung gewährleistet sein. Ebenso wurde die Notwendigkeit der Kompatibilität aller eingesetzten EDV-Systeme betont, um auch eine sektorübergreifende Datenübermittlung zu ermöglichen.

Ablehnung der Landarztquote

Im Rahmen der Diskussion zum „Masterplan Medizinstudium“ machten die MB-Vertreter nochmals deutlich, dass sie eine „Landarztquote“ ablehnen und davon ausgehen, dass das Land Hessen diese nicht umsetzen wird. Statt Zwangsmaßnahmen mit fraglicher Wirksamkeit sollten  positive Anreize die Attraktivität der Allgemeinmedizin steigern.

Ein Ärztemangel bestehe nicht nur in der Allgemeinmedizin, sondern auch in anderen Fächern.  Deswegen sei eine finanzierte Steigerung der Anzahl der Studienplätze unter gleichzeitiger Umwandlung von Teilstudienplätzen in „Vollplätze“ erforderlich.

Autor: wa

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PD Dr. Andreas Scholz, 1. stellv. Vorsitzender des MB Hessen, Dr. Katja Leikert (CDU), Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Dr. Susanne Johna, Landesverbandsvorsitzende MB Hessen, Dr. Lars Bodammer, 2. stellv. Vorsitzender des MB Hessen und Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des MB Bundesverbandes (v.l.) Foto: MB Hessen

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