DFG will Deklassierung ärztlicher Forschung in der Klinik ausgleichen

Die Senatskommission für Klinische Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat sich mit den Auswirkungen des Tarifvertrages zwischen dem Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) befasst, desssen Geltungsbereich Ärztinnen und Ärzte mit einer überwiegenden Tätigkeit in Forschung und Lehre ausschließt. Diese Deklassierung von F&L "erschwert aus ihrer Sicht den ohnehin risikoreichen Weg in eine wissenschaftliche Karriere in der Medizin, der jetzt gegenüber der Patientenversorgung auch noch finanzielle Nachteile mit sich bringt."

Bei der Finanzierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Mitteln der DFG sollen alle Kosten übernommen werden, die sich aus der Umsetzung tariflicher Bestimmungen ergeben.More... Dies schließe auch Leistungsentgelte, Zulagen, die Vorwegnahme von Entgeltstufen etc. ein. Die Klinikverwaltungen werden ausdrücklich ermuntert," von diesen Entscheidungsmöglichkeiten im Sinne einer Erhaltung der Klinischen Forschung Gebrauch zu machen."

Wichtig ist auch der Fingerzeig der Senatskommission, dass häufig "zusätzlich … in vielen Bereichen der Klinischen Forschung davon ausgegangen werden (kann), dass das für die Anwendung des günstigeren Ärztetarifrechts (TV-Ä) erforderliche Merkmal der 'überwiegend patientenversorgenden Tätigkeit' im tarifrechtlichen Sinn erfüllt ist."

Die Senatskommission hatte dabei im Blick, dass dieser Tarifvertrag in Hessen nicht gilt, aber nicht erkennbar dazu Stellung bezogen, dass der TV-Ärzte zwischen dem MB Hessen und dem Land Hessen ebenfalls einen Ausschluss der Ärztinnen und Ärzte mit überwiegender Tätigkeit in F&L aus dem Geltungsbereich vorsieht. Wir gehen allerdings davon aus, dass der Beschluss der Senatskommssion analog auch in Hessen anzuwenden ist.

(Quelle: Pressemitteilung der DGF Nr. 16 vom 4.04.07)

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