DV verlangt Konzept zur Nachwuchsförderung

In der Delegiertenversammlung (DV) der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) am 28.09.11 beklagte ein Delegierter der Liste Marburger Bund Hessen, dass die bisherigen Veranstaltungen, jungen Kolleginnen und Kollegen die Arbeit der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) näher zu bringen, nicht ausreichen, um eine Kontinuität in der Kammerarbeit über die nächsten Jahrzehnte hinaus zu gewährleisten. Die Mitarbeit von jüngeren Kolleginnen und Kollegen böte die Möglichkeit, planerisch und standespolitisch langfristig und nachhaltig tätig zu sein. Dies sei von großer Relevanz hinsichtlich der demographischen Veränderungen und des zunehmenden Ärztemangels. Die Bedürfnisse der jungen Ärztegenerationen könnten diese am besten selbst erklären.

Das überzeugte die überwiegende Mehrheit der DV. Sie nahm seinen Antrag an:

"Das Präsidium wird beauftragt, ein Konzept zur Nachwuchsförderung zu erarbeiten, welches über die bisherigen Bemühungen hinaus gezielt junge Kolleginnen und Kollegen anspricht, sich in Gremien und Institutionen der LÄKH einzubringen."

Etliche Delegierte der Liste 'Die Hausärzte' stimmten dagegen! Bei der Interpretation dieses Verhalten hilft vielleicht die Äußerung eines Delegierten dieser Liste außerhalb der DV weiter. Er war davon überzeugt, dass wegen der hohen Arbeitsbelastung der Klinikärztinnen und Klinikärzte (die Mehrheit der zahlenden Kammermitglieder - die Redaktion) es in Zukunft ohnehin Aufgabe der Niedergelassenen sein werde, die Belange der Ärzteschaft in der Kammerarbeit wahrzunehmen.

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