Dem DRK die orangene Karte

Mit Spannung und geballter Faust in der Kitteltasche werden so manche Ärztin und mancher Arzt an den hessischen Krankenhäusern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verfolgen, dass bei unserem Nachbarn NRW nun die Grenze der Geduld erreicht ist. Die Verantwortlichen des DRK sollten sich bei den Arbeitgebervereinigungen, die durch ihre Unnachgiebigkeit den Marburger Bund in einen Arbeitskampf getrieben haben, darüber informieren, dass unsere orangene Karte ein noch viel größeres Warnsignal ist als eine rote.

Auch in Hessen ist das DRK gut beraten, sich rechtzeitig verhandlungsbereit zu zeigen. Nicht umsonst sind unsere ‘Tipps für Bewerbungen und Arbeitsvertragsverhandlungen‘, in denen wir auch warnend auf das Fehlen eines Tarifvertrages mit dem DRK hinweisen, und davor warnen, mit den hessischen DRK-Krankenhäusern wegen der aus unserer Sicht nachteiligen Arbeitsbedingungen einen Arbeitsvertrag abzuschliessen, kontinuierlich führend in der Hitliste unserer Statistik. Da werden sich auch die Patienten Gedanken darüber machen müssen, ob auf die Dauer unter solchen Bedingungen eine ordnungsgemäße Versorgung sichergestellt ist.

Deshalb gehen unsere solidarischen Wünsche zu unseren Nachbarn in NRW / RP mit der Hoffnung, dass die erste massive Warnung den DRK verhandlungsbereit macht. Wir sind davon überzeugt: Je rascher er sich mit dem MB auf einen zukunftsfähigen Tarifvertrag eingt, umso besser für die Qualität der ärztlichen Versorgung und damit für die Zukunft seiner Krankenhäuser.

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