Deutscher Caritasverband - Regionalkommission Mitte - Auch zweite Verhandlungsrunde gescheitert

Gut 150 Mitarbeiter der Caritas demonstrierten vor dem Sitzungssaal, doch dies ließ die Dienstgeber in der festgefahrenen Vergütungsrunde offensichtlich unbeeindruckt: Unverändert setzte sie Dienstgeberseite in der Regionalkommission Mitte des Deutschen Caritasverbandes auf die Spaltung Ihrer Dienstgemeinschaft. Betroffen sind rund 90.000 Mitarbeiter in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland.

In der 2. Verhandlungsrunde zum Tarif 2012/2013 forderten die Dienstgeber weiterhin für neue Mitarbeiter Absenkungen in den unteren Lohngruppen von bis zu 16,2 Prozent, da deren Vergütungen „oberhalb vergleichbarer tariflicher Regelungen" liege. Außerdem sollen die Bestandsmitarbeiter von den Tariferhöhungen ausgenommen werden. Dies betrifft mehr als zehn Prozent der Mitarbeiter.

Beide Anträge fanden in der Abstimmung nicht die erforderliche Mehrheit. Die Mitarbeiterseite kann sich derzeit die geforderte Abkopplung von der Tarifentwicklung für einzelne Mitarbeitergruppen nicht vorstellen.

Die Mitarbeiterseite hat in der 2. Verhandlungsrunde den ursprünglichen Antrag auf Tariferhöhung von sieben Prozent für alle reduziert und die unveränderte 1:1 Übernahme des Bundesbeschlusses (Tariferhöhung analog dem TVöD/TV Ärzte/VKA) gefordert. Damit verbunden waren das Angebot und die Aufforderung an die Dienstgeber, gemeinsam auf politischer Ebene für die Verbesserung der Refinanzierung der Caritasdienste aktiv zu werden.

Die nächste und somit letzte Sitzung der RK Mitte in der laufenden Amtszeit findet am 7. Dezember 2012 statt.

Autor: Michael Helmkamp, Pressesprecher LV-NRW

 

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