Diakonie Hessen und Nassau: Entgelterhöhungen um 2,9 Prozent

Die vom Verband kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VKM) in die Arbeitsrechtliche Kommission der EKHN entsandten Mitglieder haben die Verhandlungen mit den Arbeitgebern abgeschlossen. In der Diakonie wurde für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis 31.Dezember 2014 eine Entgelterhöhung von 2,9 Prozent vereinbart. Auch alle anderen Eurowerte erhöhen sich um 2,9 Prozent (Schichtzulage, Stundenentgelt, Nachtarbeit).

Im Bereich der verfassten Kirche gelang es gar die Wochenarbeitszeit auf 39 Stunden zu senken (bei vollem Lohnausgleich). Dies wurde für den Bereich der Diakonie von den Arbeitgebern abgelehnt.

Darüber hinaus konnte eine deutliche Verbesserung der sogenannten Notlagenregelung erzielt werden. Dem VKM lag dabei besonders die Stärkung der Beteiligungsrechte der Mitarbeitervertretungen und die erweiterte Prüfbefugnis durch die Arbeitsrechtliche Kommission sowie die juristische und betriebswirtschaftliche Beratung durch Sachverständige am Herzen. In diesem zentralen Punkt konnten die Dienstnehmervertreter ihre Forderungen durchsetzen.

Außerdem war es für die Arbeitnehmerseite von zentraler Bedeutung, dass die Laufzeit der Gehaltstabellen wie der Notlagenregelung nicht über den 31. Dezember 2014 hinausgehen, damit die neuen Arbeitsrechtlichen Kommissionen für die EKHN und das Diakonische Werk Hessen ohne Vorbelastung neue Verhandlungen führen können.

Die neu zu bildende arbeitsrechtliche Kommission des diakonischen Werkes Hessen (Hessen Nassau und Kurhessen-Waldeck) hat sich noch nicht konstituiert. Der Marburger Bund Hessen wird hier voraussichtlich ab Sommer einen Vertreter entsenden.

Besonderes Augenmerk werden wir hierbei wegen des Nachholbedarfs gegenüber dem TV-Ärzte/VKA auf Verbesserungen bei der Bezahlung des Bereitschaftsdienstes (dort: 15 Prozent Zuschlag für Nachtarbeit im BD/ bessere Stundenentgelte und bessere prozentuale Bewertung der Dienste) und anderer Entgeltbestandteile (wesentlich höhere Überstundenentgelte und Rufbereitschaftsvergütungen) richten.

Autor: Udo Rein, Geschäftsführer MB Hessen

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