Die Zukunft der Medizin ist weiblich

Wir Frauen stellen 70% der Erstsemester im Medizinstudium! Es wird Zeit, dass man unsere Interessen ernst nimmt – vor allem auf der überwiegend von Männern dominierten Arbeitgeberseite! Wir Ärztinnen sollten endlich unsere berechtigten Ansprüche einfordern!

liste7_220100.gifWarum erreichen Frauen trotz hervorragender Leistungen und ausgeprägter Führungsqualitäten so selten Oberarzt- oder Chefarztpositionen? Warum räumen Arbeitgeber uns Frauen trotz des sich heute klar abzeichnenden Ärztemangels schlechtere Aufstiegschancen ein? Warum gründen nur wenige Ärztinnen eine eigene Praxis? Warum diese Verschwendung von Ressourcen?

Weil der Preis, für den Beruf auf die eigene Familie zu verzichten, vielen zu hoch ist – eine weise Entscheidung, zumal die Arbeitsbedingungen auch in höheren Positionen vielerorts noch immer unattraktiv sind. Weil es Mitte dreißig – pünktlich zur Facharztprüfung – höchste Zeit für ein Kind wird und eine endgültige Entscheidung dagegen für viele Frauen den schmerzhaften Verlust eines Teils ihrer Identität bedeutet. Mit dem Krankenhaus verheiratet zu sein – das macht viele krank! Der spätere Wiedereinstieg in den Beruf fällt aufgrund der familienfeindlichen Arbeitsbedingungen ebenfalls oft schwer: weil es bisher kaum ein Krankenhaus mit Kinderbetreuung gibt und weil die Arbeitszeiten viel zu unflexibel sind. Leider wird Teilzeit oft unverhältnismäßig schlecht bezahlt. Wenn ein auch nur vorübergehender Ausstieg aus der Vollzeittätigkeit nicht automatisch einen Karriereknick bedeutete, würden auch erheblich mehr Väter diesen Schritt machen.

Die Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt!

Der Marburger Bund fordert:

  • Mehr Kinderbetreuungsangebote!
  • Flexiblere Arbeitszeitmodelle!
  • Faire Vergütung auch bei Teilzeit!

Der Marburger Bund setzt sich schon immer in all seinen Aktivitäten im vollen Selbstverständnis der Gleichberechtigung für die Interessen der Ärztinnen ein. Nicht nur durch Initiativen wie „Für ein familienfreundliches Krankenhaus“ und unser Mentoring-Projekt für Ärztinnen. Wir sind eine starke Fraktion, die für Ihre Zukunft arbeitet. Wir sind als Delegierte an wichtigen Entscheidungen beteiligt und vertreten Ihre und unsere gemeinsamen berufspolitischen Ansprüche direkt hier in der Ärztekammer!

Wählen Sie bei der Kammerwahl für die Landesärztekammer Hessen (21.5. - 5.6.08) den Marburger Bund!
Setzen Sie das richtige Kreuz für Ihre Zukunft bei Liste 7 MARBURGER BUND HESSEN!
Wir arbeiten für Sie! Unterstützen Sie uns dabei!

Dr. med. Hanna Enders
Dr. med. Ursula Stüwe, Präsidentin der Landesärztekammer
Dr. med. Susanne Johna

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