Dr. Horst-Schmidt Kliniken Wiesbaden: Sanierungstarifvertrag abgeschlossen

Am 19. April 2007 wurde nach harten Verhandlungen ein Sanierungstarifvertrag abgeschlossen.

Beiträge der Ärzteschaft:

  • Für die Ärztinnen und Ärzte werden vorübergehend ab 1. April 2007 bis zum 31. Dezember 2007 die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung ZVK um die Hälfte reduziert. Die dadurch entstehende Erhöhung des Nettoentgelts kann wahlweise für den sofortigen Verbrauch oder eine private Aufstockung der hierdurch entstehenden Renteneinbußen genutzt werden.
  • Weiterhin stellen die Ärztinnen und Ärzte ab 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2011 zur Sanierung 2,53 Prozent der tariflichen Grundvergütung als Darlehen zur Verfügung. Dieses Darlehen wird im Januar 2012 oder bei vorzeitigem Ausscheiden aus den HSK zurückgezahlt und mit 2 Prozent verzinst.

Beiträge der HSK:

  • Der bisher betriebene pauschale Stellenabbau von 10 Prozent wird sofort gestoppt. Ab April 2008 bis Ende 2008 erfolgt eine Wiederaufstockung von insgesamt 15 Ärztestellen in vier Tranchen.
  • Facharztplanstellen werden unbefristet besetzt, Befristungen zur Weiterbildung erfolgen auf die volle Zeit der Ermächtigung bzw. die persönlich noch fehlende Zeit.
  • Die HSK verzichten für die Dauer des Sanierungstarifvertrages auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen sowie auf Aus-, Um- und Neugründungen mit dem Ziel der Anwendung eines finanziell günstigeren Tarifrechts und auf die Besetzung freier Stellen über eine nicht tarifgebundene Gesellschaft.

Die Stadt legt als Gesellschafter ein benanntes Grundstück ein, bürgt für einen Kredit der HSK und das Darlehen der Ärzte.

Eine paritätische Kommission kontrolliert die Wiederbesetzung der Stellen und deren Verteilung, das Erreichen der Sanierungsziele und die vereinbarte Beteiligung der AT-Mitarbeiter in wirtschaftlich gleicher Höhe.

Mitgliederversammlung, Tarifkommission und der Vorstand des MB Hessen haben dem Ergebnis zugestimmt.

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