Evaluierung der Weiterbildung in Kampfabstimmung durchgesetzt

Durch eine Anfrage der Delegierten Dr. Ursula Stüwe aus den Reihen des MB Hessen in der Delegiertenversammlung (DV) der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) am 22.11.08 zum Bericht des Präsidenten wurde bekannt, dass sich die LÄKH nicht an dem bundesweit von der Bundesärztekammer (BÄK) kordinierten Projekt einer Evaluierung der Weiterbildung beteiligt hat.

Der Präsident verteidigte diese Abstinenz vor allem mit dem Fehlen einer europaweiten Aussschreibung und anderen Einzelheiten bei der freien Auftragsvergabe an die Instanz, die seit Jahren erfolgreich in der Schweiz die Weiterbildung zum Facharzt evaluiert und dies auch in Deutschland in einem Pilotverfahren für die Ärztekammern Bremen und Hamburg erfolgreich durchgeführt hatte.

Viele Delegierten hatten für diese zögerliche Haltung überhaupt kein Verständnis und sahen die Mitwirkung am Projekt der anderen Landesärztekammern als alternativlos. Die Delegierte Frau Dr. Hasselblatt-Dietrich ging sogar soweit, ihre jahrzehntelange Mitarbeit in der Ärztekammer (nicht nur in der Delegiertenversammlung, sondern auch lange im Präsidium) in Frage zu stellen, falls sich die LÄKH der Mitarbeit an diesem essenziellen Projekt verweigere. Sie brachte zusammen mit Frau Prof. Dr. Krause-Girth einen Antrag ein, in dem die DV das Präsidium der LÄKH auffordert, unverzüglich dem bundesweiten Projekt der BÄK zur Evaluierung der Weiterbildung beizutreten.

Gegen diesen Antrag wurde aus den Reihen der Facharztliste ein Antrag auf Vertagung eingebracht, der in einer Kampfabstimmung mit 29:41:2 (Ja, Nein, Enthaltung) abgelehnt wurde. Danach erhielt der Sachantrag mit 38:26:9 eine eindeutige Mehrheit.

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