Fachexkursion nach Tibet

„Eine besondere Reise“

Die Fachexkursion nach Tibet, zu der der Marburger Bund Hessen geladen hatte, war eine Reise mit vielen spannenden kulturellen und landschaftlichen Eindrücken, wie MB Mitglied Dagmar Reif nach ihrer Rückkehr berichtete.

Ein besonderes Highlight war unter anderem die Stadt Lhasa. „Lhasa ist eine sehr bunte Stadt mit vielen Pilgern und der tibetische Buddhismus ist dort allgegenwärtig. Der Potala-Palast, einst Winterresidenz der Dalai-Lamas, hat trotz des erzwungenen Exils des jetzigen Dalai Lama nichts von seiner Anziehungskraft für Pilger und Touristen verloren.Wie in dem Tibet-Klassiker ‚7 Jahre in Tibet‘ von Heinrich Harrer war die Geschichte dieses Landes und seine Religion hier besonders spürbar. Aber auch der Konflikt ist überall erkennbar, was sich besonders an der Polizeipräsenz und den vielen Kontrollen zeigt. Die Chinesen haben große Angst, dass etwas passieren könnte“, erzählt Reif.

Pilger in Lhasa

Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt mit der Tibet-Bahn auf dem „Dach der Welt“. „Es waren gigantische Natureindrücke“, so Reif. Die 4700 m Höhe haben die Reisenden während der Fahrt deutlich gespürt. „In der Schlafkabine gab es deshalb auch Sauerstoff.“ Noch mehr „Weltdacheindrücke“ konnte die Gruppe bei der Fahrt über die spektakuläre Passstraße nach Shigatse sammeln. „In 5000 Meter Höhe wehten unzählige Gebetsfahnen vor einer Himalaya-Bergkulisse, ein unvergessliches Erlebnis“, berichtet Reif.

Mit der Tibetbahn durch den Himalaya

Ein Glücksfall war, laut Reif, dass die Gruppe mit neun Teilnehmern relativ klein war und sich alle gut verstanden haben. Auf großes Interesse ist das Seminar über traditionelle tibetische Medizin gestoßen. Auch ohne den Anspruch zu haben, diese jahrhundertealte, von unserem Menschenbild völlig abweichende Art, Erkrankungen und deren Behandlung zu verstehen, hätte sich die Gruppe hier mehr Zeit gewünscht.

 

Gebetsfahnen am La Lampa-Pass auf 5000 m Höhe/Dagmar Reif auf dem Dach der Welt

Die Reise war insgesamt sehr interessant, so Reifs Fazit, da man in kurzer Zeit einen guten Eindruck von Tibet bekommen konnte, auch die chinesischen und tibetischen Reiseführer waren kompetent und authentisch. „Tibet ist ein beeindruckendes Land, mit einer Kombination aus faszinierender Landschaft, Frömmigkeit und vielen freundlichen Menschen. Spannend zu sehen war außerdem wie menschlich und oft sehr jung die Mönche waren, die auch alle immer ein Smartphone dabei hatten“, berichtet Reif. „Sie haben einen sehr sympathischen Eindruck gemacht.“