Hauptversammlung des MB Hessen: Bessere Vergütung für Weiterbildungsassistenten in Kassenpraxen

Wir setzen unsere Berichterstattung über Beschlüsse der Hauptversammlung des Landesverbandes Hessen vom 24.10.07 fort mit dem Beschluss: Der MB Hessen fordert für angestellte Weiterbildungsassistentinnen und Weiterbildungsassistenten in kassenärztlichen Praxen eine angemessene Vergütung, die sich an den Tarifverträgen für Ärztinnen und Ärzte ohne Facharztqualifikation in Kliniken orientiert. More...
Diese Forderung soll in allen relevanten Gremien in den Bundesländern und auf Bundesebene durch den MB nachdrücklich verfolgt werden, um die Weiterbildungsassistentinnen und Weiterbildungsassistenten in ihrer benachteiligten Verhandlungsposition für eine angemessene Vergütung zu stärken.

Hintergrund: Trotz des Zuschusses, den Kassenärzte bei Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten erhalten, werden diese meist immer noch deutlich unter dem Lohnniveau vergütet, das der in der Klinik angestellte Arzt ohne Facharztqualifikation erhält. Schon der Deutsche Ärztetag hatte mit großer Mehrheit gefordert, für eine angemessene Vergütung dieser Gruppe zu sorgen. Da Weiterbildungsassistenten sich bei den Vertragsverhandlungen in einer noch schwierigeren Situation als Klinikärzte befinden, muss durch geeignete Einflussnahme (u.a. Landesärztekammern, KV etc.) eine Vergütung nicht wesentlich unter dem Lohnniveau angestellter Ärzte in Kliniken sicher gestellt werden. Dies ist auch im Interesse der Niedergelassenen, denn diese Gruppe der Beschäftigten stellt ein großes Potential für Praxisbeteiligung oder Übernahme dar.

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