Hauptversammlung diskutiert über Ökonomisierung der Medizin

Unter den Bedingungen des derzeitigen DRG-Entgeltsystems droht der Patient weniger in seiner individuellen Bedürftigkeit, sondern mehr als pauschalierter Behandlungsfall wahrgenommen zu werden, warnt der Deutsche Ethikrat in seiner jüngsten Stellungnahme „Patientenwohl als ethischer Maßstab für das Krankenhaus“. Der Marburger Bund hat daher in Vorbereitung auf den Deutschen Ärztetag die bisherige Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Prof. Dr. Christiane Woopen, zu seiner 129. Hauptversammlung nach Hamburg eingeladen, um ihr die Gelegenheit zu geben, die Position des Ethikrates darzulegen.

Professor Woopen wird in der öffentlichen Veranstaltung am 21. Mai im CCH über das Thema „Wo bleibt das Patientenwohl als Maßstab ärztlichen Handelns? – Zur Ökonomisierung der Medizin“ referieren. Die Delegierten aus den 14 Landesverbänden des Marburger Bundes werden sich darüber hinaus mit der Frage befassen, wie die vom Gesetzgeber auferlegte „Qualitätsmessung“ in den Krankenhäusern zu bewerten ist.

Dr. Regina Klakow-Franck, Unparteiisches Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wird zum Thema „Qualitätssicherung und Krankenhausplanung aus Sicht des G-BA“ sprechen und Dr. Susanne Johna, Vorsitzende des Marburger Bundes Hessen, die Frage „Qualität messen oder verbessern?“ in den Blick nehmen. Daneben stehen weitere berufs- und gesundheitspolitische wie auch tarifpolitische Themen im Mittelpunkt der zweitägigen Marburger Bund-Hauptversammlung.

Tagesordnung der 129. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Hamburg

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