Herz- und Kreislauf-Zentrum Rotenburg an der Fulda bietet für 2012 Nullrunde an - Ärzteschaft brüskiert

Bei den Tarifverhandlungen zum Entgelttarifvertrag für die Ärztinnen und Ärzte am Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg an der Fulda (HKZ) sieht die Arbeitgeberseite aufgrund der wirtschaftliche Lage für das Jahr 2012 keine Spielräume für Gehaltssteigerungen.

Zuvor hatte der Marburger Bund mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 den Entgelttarifvertrag gekündigt und an den Arbeitgeber unter anderem folgende Forderungen gestellt:

  • eine Erhöhung der Entgelttabelle um durchschnittlich sechs Prozent
     
  • eine deutliche Erhöhung der Bereitschaftsdienstvergütung und der Nachtzuschläge

Nach mittlerweile drei Verhandlungsrunden hat der Arbeitgeber ein Angebot abgeben, das – einschließlich der “Nullrunde” für 2012 - eine durchschnittliche Entgelterhöhung von nur etwa ein Prozent für die Jahre bis 2014 enthält, daneben eine Einmalzahlung von 400 Euro im Juli 2014. Zu den weiteren Forderungen des Marburger Bundes hat die Arbeitgeberseite kein Angebot abgegeben.

Die Verhandlungskommission des Marburger Bundes hat der Arbeitgeberseite bereits zum Ausdruck gebracht, dass dieses Angebot völlig inakzeptabel ist. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Mehrheit der umliegenden Krankenhäuser die ärztlichen Gehälter mit Wirkung zum 1. januar 2012 um mehr als drei Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten erhöht hat.

Die Gremien des Marburger Bundes beraten aktuell über den Umgang mit diesem Angebot.

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