Dr. Horst–Schmidt Kliniken Wiesbaden und Sanierungstarifvertrag

2008 wurde am kommunalen Krankenhaus in Wiesbaden, den Dr. Horst–Schmidt Kliniken, ein Sanierungstarifvertrag abgeschlossen. § 7 beinhaltet, dass der Gesellschafter des Klinikums, die Stadt Wiesbaden, bis zum 31.12.2008 ein Grundstück einzubringen hat. Damit sollte die Eigenkapitalquote des Krankenhauses, in der Rechtsform einer gGmbH, erhöht werden. Bereits in den letzten Wochen des Jahres 2008 kündigte sich an, dass die Stadt dieser Verpflichtung wohl kaum fristgerecht nachkommen werde. Die paritätische Kommission, die über die Einhaltung der Vertragsbestimmungen wacht, informierte die MB–Ärztinnen und -Ärzte der Klinik auf der Mitgliederversammlung am 13.1.09 darüber.

In einer sehr intensiven und sachlich geführten Diskussion wurde zunächst deutlich, dass dem Vertrauen in die Aussagen der Stadt – “Die Stadt steht zu ihrem kommunalen Krankenhaus“ – kaum mehr Glauben geschenkt wird. Die Ärztinnen und Ärzte fühlen sich vorgeführt, von Wertschätzung der ärztlichen Arbeitnehmer seitens des Gesellschafters kann in diesem Zusammenhang kaum mehr gesprochen werden. Gleiches geschieht übrigens auch mit den Beschäftigten der anderen Berufsgruppen in der Klinik, das ist allen MBlern klar gewesen!

Es wird spannend: Die MB–Mitglieder der HSK haben die Tarifkommission beauftragt, erneut mit der Geschäftsführung der HSK zu verhandeln. Parallel dazu wurde der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden Müller zu einer eindeutigen Stellungnahme aufgefordert. Und man wird sehr genau hinschauen, welche Taten folgen.

Beschwichtigungsreden wollen Ärztinnen und Ärzte nicht mehr hören!

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