Jahresrückblick: 2012 kann sich sehen lassen

Der Marburger Bund Hessen blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2012 zurück: Er hat für seine Mitglieder an verschiedenen Kliniken in Hessen Gehaltserhöhungen ausgehandelt. „Wir können sehr zufrieden sein“, sagt Privat-Dozent Dr. Andreas Scholz, Landesverbandsvorsitzender.

So gibt es eine spürbare Verbesserung der ärztlichen Gehälter an den hessischen Unikliniken, diese liegen aktuell sogar über dem Niveau außerhessischer Universitätskliniken. Auch hat der MB Hessen Tarifverträge für das Krankenhaus Nordwest und Heiligen Geist GmbH in Frankfurt, den Wicker Kliniken und dem HKZ Rotenburg an der Fulda ausgehandelt.

„Besonders erfreulich ist, dass für die Ärztinnen und Ärzte des Krankenhauses Frankenberg erstmals nach dessen Austritt aus dem Kommunalen Arbeitgeberverbandes 2004 wieder eine Tarifbindung hergestellt werden konnte und für die Zahnärztinnen und Zahnärzte an den hessischen Unikliniken sowie für die Ärztinnen und Ärzte der Main-Taunus-Kliniken Bad Soden und Hofheim endlich Tarifverhandlungen aufgenommen wurden“, zeigt sich Scholz über das Schließen dieser tarifpolitischen „Baustellen“ zufrieden. „Die Verhandlungen bei den Zahnärzten und mit den Main-Taunus-Kliniken laufen konstruktiv und wir sind  zuversichtlich einen guten Abschluss zu bekommen“, sagt Verhandlungsführer Rechtsanwalt Andreas Wagner, stellvertretender Geschäftsführer des MB Hessen.

Erfreut hat den MB Hessen auch, das er vom Bundesarbeitgericht in seiner Rechtsauffassung bestätigt wurde (Urteil vom 16. Mai 2012 Az.: 4 AZR 300/10) und für das vertretene Mitglied die tariflich zustehende Oberarzt-Eingruppierung gegen die Auffassung des betroffenen Klinikums durchgesetzt werden konnte.

Ein Dauerthema war auch in diesem Jahr wieder die privatisierte Uniklinik Gießen Marburg: Ein gescheiterter Übernahmeversuch durch Fresenius, Einsparungen und drohender Stellenabbau prägten die Berichterstattung. Dieses Thema wird den Verband auch im kommenden Jahr begleiten.

Personell hat es einige Veränderungen in der Geschäftsstelle gegeben: Seit März ist Kerstin Mitternacht Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Alexandra Kretschmer, ist nach einem Aufenthalt in den USA, wieder zurück beim MB als Verbandsjuristin. Sie arbeitete bereits von Januar 2007 bis Oktober 2008 für den MB Hessen. Sie kam für Rechtsanwältin Sonja Städele, die Ende April den MB Hessen verlassen hatte, um wieder in ihre Heimatstadt Stuttgart zu gehen.

Im Herbst ist der MB Hessen mit einem neuen Internetauftritt an den Start gegangen. Die Internetseite präsentiert sich nun in einem neuen Design und mit zeitgemäßen Funktionen.

Mit Hochdruck wird derzeit an den Vorbereitungen für die Kammerwahl 2013 gearbeitet. Spitzenkandidatin ist Dr. Susanne Johna aus Wiesbaden. Ziel ist es, dass der MB genügend Wählerstimmen bekommt, um sich nach fünf Jahren Opposition wieder aktiv in der Delegiertenversammlung für die Bedürfnisse der angestellten Ärztinnen und Ärzte einsetzen zu  können.

Autorin: Kerstin Mitternacht ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im MB Hessen.

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