Kammerwahl 2013 – Ihre Stimme zählt!

Bis zum 05. Juni findet in Hessen die Wahl der Delegiertenversammlung der Ärztekammer statt. Doch was sind die Aufgaben der Landesärztekammer Hessen und warum ist es wichtig, sich als Arzt an der Wahl zu beteiligen? Die Landesärztekammer ist unter anderem dafür zuständig, die Weiterbildungsordnung festzulegen.

Hier war es schon immer ein wichtiges Ziel des Marburger Bundes, endlich eine „Entschlackung“ der Weiterbildungsordnung zu erreichen. Es kann nicht sein, dass bei 36 von 38 Fachärzten die Weiterbildungszeiten in Deutschland erheblich länger sind als in anderen EU-Ländern. Es wird Zeit, dass Zahlen reduziert und Inhalte fokussiert werden, und zwar auf das, was im jeweiligen Fachgebiet wirklich benötigt wird.

Parallel dazu muss die Ärztekammer die Weiterbildungsermächtigten überprüfen, ob in der Abteilung auch tatsächlich Weiterbildung stattfindet. Die Kolleginnen und Kollegen wollen nicht nur ein Zeugnis, welches die Zulassung zur Facharztprüfung ermöglicht, sondern die Inhalte auch tatsächlich lernen.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Delegiertenversammlung ist es, Entscheidungen zum Versorgungswerk zu treffen. Hier geht es zum Beispiel um notwendige Anpassung aufgrund der höheren Lebenserwartung, aber auch um das Thema Generationengerechtigkeit. Bei diesen, von mir exemplarisch genannten Aufgaben gibt es innerhalb der hessischen Ärzteschaft natürlich verschiedene Sichtweisen: Ein niedergelassener Facharzt hat möglicherweise weniger Interesse an einer Vereinfachung der Weiterbildung als angestellte Ärztinnen und Ärzte.

Ebenso hat jemand, der schon selbst Versorgungsempfänger ist, möglicherweise ein größeres Interesse an Rentenerhöhungen als eine junge Ärztin in Weiterbildung. Somit spielt die Zusammensetzung der Delegiertenversammlung eine große Rolle für die dort getroffenen Entscheidungen. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei der Wahl die Liste zu unterstützen, die Ihre Interessen am besten vertritt.

Das heißt für angestellte Ärztinnen und Ärzte, sei es an der Klinik, in einem MVZ oder im Öffentlichen Gesundheitsdienst, dass nur der Marburger Bund ihre Interessen vertritt. Alle anderen Listen werden überwiegend durch Kolleginnen und Kollegen in Niederlassung vertreten. Bei der Liste der Hausärzte ist das klar, aber dies trifft auch für die Liste der „Fachärzte“ und der „Ärztinnen“ zu.

Sorgen Sie mit Ihrer Stimme dafür, dass die Interessen der angestellten Ärztinnen und Ärzte in der Kammer, nach fünf Jahren Opposition, wieder angemessen umgesetzt werden können! Noch eine persönliche Bitte: Sprechen Sie auf der Arbeit oder im Freundeskreis Kolleginnen und Kollegen auf die Kammerwahl an und erklären Sie ihnen, warum die Wahl für Ärztinnen und Ärzte so wichtig ist. Denn jeder, der die Liste 3 Marburger Bund wählt, hilft mit seiner Stimme, dass die Interessen der angestellten Ärztinnen und Ärzte in der Kammer wieder angemessen berücksichtigt werden.

Kommentar: PD Dr. Andreas Scholz, Landesverbandsvorsitzender

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