Klinikdirektoren des UKGM: Offenbarungseid für die Privatisierung?


Klinikdirektoren des UKGM: Offenbarungseid für die Privatisierung? Anlass dieser Frage war eine Nachricht von der Rhön-Kliniken GmbH, nach der erneut die Geschäftsführung am privatisierten Universitätsklinikum Giessen und Marburg (UKGM) komplett ausgetauscht wird (wir berichteten hier). Die Klinikdirektorinnen und Klinikdirektoren am UKGM ergänzen mit dieser zweiten Stellungnahme in kurzer Zeit nicht nur ihre “22 Thesen” zur Privatisierung des UKGM (wir berichteten hier). Sie setzen sich darin auch sehr kritisch mit “Fakten zum Universitätsklinikum Gießen und Marburg” auseinander, die kurz zuvor die Rhön-Kliniken AG verbreitet hatte.

Sie heben hervor, dass die bisherige positive Bilanz des UKGM nach seiner Privatisierung auf dem Rücken der Beschäftigten durch hohen Einsatz unter massiver Arbeitsverdichtung erarbeitet worden sei.

Alle vertraglich mit dem Land Hessen vereinbarten Investitionen der Rhön-Kliniken AG in Neubau sowie Forschung und Lehre müssten schließlich wieder von den Beschäftigten erwirtschaftet und refinanziert werden.

Durch die massive Arbeitsbelastung in der Krankenversorgung sind unsere universitären Aufgaben in der Forschung und Lehre massiv gefährdet! Wir sind nicht mehr bereit, unsere Verpflichtungen zur universitären Spitzenmedizin und die Arbeit als Hochschullehrerinnen und –lehrer weiterhin privatwirtschaftlichen Interessen unter zu ordnen!

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