Kliniken im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau: 160 Ärztinnen und Ärzte fordern besseres Tarif-Niveau

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Am 22. September hat der Geschäftsführer des Marburger Bundes (MB) Hessen, RA Udo Rein (li. im Bild), Herrn Oberkirchenrat Thomas Erler vor einer Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission die von 160 Ärztinnen und Ärzten unterschriebene Forderung nach Übernahme des arztspezifischen Tarifvertrages TV-Ärzte/VKA (VKA: Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) übergeben. Damit sollen die Arbeitsbedingungen verbessert und die evangelischen Krankenhäuser des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau (DWHN) wieder konkurrenzfähig werden.

Durch die Einführung der Kirchlich-Diakonischen Arbeitsvertragsordnung (KDAVO) im Jahr 2005 verdienen Ärztinnen und Ärzte erheblich weniger als nach dem TV-Ärzte/VKA“, sagte Rein. Beschlossen wurden die bundesweit einmalig niedrigen Gehälter in der Arbeitsrechtlichen Kommission, in der zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertretern die Arbeitsbedingungen KDAVO in evangelischen Einrichtungen festgelegt werden.

Seit mehreren Jahren legt der MB konkrete Vorschläge zur Änderung der KDAVO vor, die aber weder von der Arbeitgeber- noch von der Arbeitnehmerbank in der Arbeitsrechtlichen Kommission aufgegriffen wurden. “Wir erwarten nun, dass die Unterschriftenaktion dazu führt, dass die Forderungen der Ärztinnen und Ärzte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen schnellstens aufgegriffen werden“, sagte Rein.

Positive Regelungen im Klinikverbund der Agaplesion gAG geplant

Seit mehreren Monaten führt der MB Hessen mit dem bundesweit aktiven Klinikverbund Agaplesion gAG, der auch Mitglied im DWHN ist, Gespräche über einheitliche Regelungen der Arbeitsverhältnisse der Ärztinnen und Ärzte, die voraussichtlich bald zu einem erfolgreichen Ergebnis führen werden.

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