Klinikum Kassel: Vier Leistungsträger der Pathologie kündigen gleichzeitig!

Der Leiter des pathologische Instituts am Klinikum Kassel, Prof. Dr. Josef Rüschoff, und drei seiner Oberärzte haben Ende März 2007 zur gleichen Zeit gekündigt.

Wie die HNA-Online berichtete, sieht Dr. Sontheimer, der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen Holding, dieses Ereignis als 'absolute Sondersituation' der Pathologie. Wir werten das anders. Hören wir doch schon seit vielen Tagen, dass zahlreiche Oberärzte des Klinikums, die aus Kostengründen seit Abschluss des neuen Tarifvertrages keine mehr sein sollen, über solche Aktionen einer gemeinsamen Kündigung als ernsthafte Konsequenz dieser Missachtung ihrer Arbeit und Qualifikation beraten.

In einem Interview, das die HNA veröffentlichte, äußern sich zwei der Oberärzte auch über ihre Gründe. Die beklagenswerten Arbeitsbedingungen, die sich in letzter Zeit noch weiter markant verschlechtert hatten, sind sicher keine 'absolute Sondersituation' der Pathologie, sondern sind auch aus anderen Abteilungen und Kliniken zu hören. Die massiven Beschneidungen des beanspruchten Gehalts, für die Pathologen jetzt der sprichwörtliche Überlauf-Tropfen, mussten auch viele weitere Fachärzte des Klinikums hinnehmen.

Wir wollen abschließend festhalten: Die noch am Klinikum arbeitenden Ärzte können ihre Patienten auch ohne Dr. Sontheimer versorgen, aber Dr. Sontheimer wird ohne qualifizierte Ärzte kein Klinikum der Maximalversorgung betreiben können. Das Schicksal der Pathologie wird diese These als erste Funktionseinheit des Klinikums belegen.

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