Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg GmbH: Rund 50 Ärzte nehmen an „Aktiver Mittagspause“ in Groß-Umstadt teil

Am Mittwoch (25. September 2013) haben rund 50 Ärztinnen und Ärzte der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg GmbH (K-GmbH) vor dem Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt ihrem Unmut über ihre Tarifsituation Luft gemacht. Vor dem Klinikeingang haben sie mit einer aktiven Mittagspause ein erstes Zeichen gesetzt und ihrer Tarifforderung Nachdruck verliehen. Weitere Aktionen sind von den Ärztinnen und Ärzten zeitnah geplant.

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Hintergrund: Seit dem Jahr 2000 sind die Ärztinnen und Ärzte der K-GmbH ohne gültigen Tarifvertrag. Die Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund wurden seitens des Landrats und der Geschäftsführung im Juli des Jahres abgebrochen. Dabei müssen die Ärztinnen und Ärzte der K-GmbH im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen im Eigenbetrieb oder anderen kommunalen Kliniken (z.B. Klinikum Darmstadt) weiterhin finanzielle Nachteile hinnehmen. So ist bislang die jüngste Tarifsteigerung (2,6 Prozent in 2013 und 2,0 Prozent in 2014) nicht umgesetzt bzw. nicht zugesichert. Hier ist seitens der Geschäftsführung zwar ein „Nachziehen“ angekündigt, Zeitpunkt und Höhe sind noch nicht bekannt. Hinzu kommen u.a.

  • schlechtere Nachtdienstzuschläge
  • kein Zusatzurlaub für Nachtarbeit
  • keine Altersversorgung des öffentlichen Dienstes

Dem Landrat und den Politikern im Kreis sind die Beschäftigten der K-GmbH offenkundig weniger wert. Denn in anderen hessischen kommunalen Kliniken gelten Tarifverträge des öffentlichen Dienstes mit dem Marburger Bund. Deshalb fordern die Ärztinnen und Ärzte im Marburger Bund, dass die Verantwortlichen aufhören, Krankenhauspolitik auf Kosten der Beschäftigten zu betreiben. „Eine Tarifbindung gibt es sogar bei den oft gescholtenen privaten Klinikträgern“, sagt Udo Rein, Geschäftsführer des Marburger Bundes Hessen.

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Fotos: Kerstin Mitternacht

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