Landesärztekammer: Patientensicherheit verlangt ausreichende arztspezifische Sprachkenntnisse

Auf Antrag der Delegierten des MB Hessen hat die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen am 24. März 2012 beschlossen:

Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen fordert die Hessische Landesregierung nachdrücklich auf, darauf einzuwirken, bei einer Erteilung zur vorübergehenden Ausübung des ärztlichen Berufes nach § 10 der Bundesärzteordnung und zur Erteilung einer Approbation nach §§ 3 oder 14b der Bundesärzteordnung eindringlich die Regelung zur Vorlage eines anerkannten Sprachinstitutes auf das B2-Niveau (entspr. EU-Referenz) zu ändern.

Es langt aus Sicht der Hessischen Ärzteschaft nicht, lediglich Basiskenntnisse der deutschen Sprache nachzuweisen. Diese Sprachkenntnisse sind im klinischen Alltag nicht ausreichend, sondern überfordern systematisch solche Kolleginnen und Kollegen, um Ergebnis- und Prozessqualität einzuhalten. Es kann zu gefährlichen Missverständnissen zu Lasten der Patienten kommen.

Dies stellt ein Hindernis der Integration der betroffenen Kolleginnen und Kollegen dar sowie dem kollegialen Miteinander innerhalb der Ärzteschaft, aber auch der Berufsgruppen übergreifenden Zusammenarbeit am Patienten. Dies gilt besonders, wenn in Kliniken gleich mehrere Kolleginnen und Kollegen mit nicht ausreichenden Sprachkenntnissen zusammenarbeiten.

Hier ist dringender Handlungsbedarf auch in Hinblick auf die Patientensicherheit gegeben.

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