Landesärztekammer Hessen darf keine Kanibalin werden

Landesärztekammer Hessen darf keine Kanibalin werden und ihre Kinder und zugleich Eltern, die Bezirksärztekammern, fressen, wie es diese Skulptur in Wikipedia veranschaulicht: Immer wieder gibt es mehr oder weniger offen Tendenzen, die Zahl der Bezirksärztekammern zu reduzieren. Der Marburger Bund hat sich dem stets widersetzt, um seinen Mitgliedern eine möglichst ortsnahe Dienstleistung der Kammer zu erhalten.

Zuletzt schrillten die Alarmglocken 2010, als die Bezirksärztekammer Marburg ohne angemessene Frist ihre Räume im 'Ärztehaus' verlassen musste. Die Kassenärztliche Vereinigung hatte es an den Landkreis Marburg-Biedenkopf verkauft und diesem einen Räumungstermin zugesagt, der nicht bis zur Bezirksärztekammer durchgedrungen war.

Von hilfreichen Kollegen wurde der Bezirksärztekammer Marburg ein Zimmer in der Bezirksärztekammer Gießen angeboten. Erst in letzter Minute gelang es dem Marburger Vorsitzenden Dr. med. Klaus Uffelmann, adäquate Räume in Marburg zu finden und die Landesärztekammer zum Abschluss eines Mitvertrages zu bewegen.

Der Bezug der neuen Räume war Anlass für diesen Artikel im hessischen Ärzteblatt (72(2), 2011, 79-80, 114 kB).

Wir weisen deshalb ausdrücklich auf den Artikel hin, weil der Autor Dr. Uffelmann die Geschichte der Landesärztekammer Hessen herausgearbeitet hat: Die sechs Bezirksärztekammern erscheinen zwar heute als ihre Kinder, sie waren aber von den hessischen Ärzten nach dem zweiten Weltkrieg vor ihr gegründet worden. Sie erst schufen die Landesärztekammer, bis zur Geburt als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch das Kammergesetz zunächst als eingetragenen Verein. Sie sind also zugleich ihre Eltern.

Wir danken dem Autor, dass wir Ihnen den Originaltext seines Artikels hier bereitstellen dürfen. Quellentreu haben wir die beiden vor dem Abdruck im hessischen Ärzteblatt entfernten Passagen mit einer Durchstreichung gekennzeichnet.

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