Landesärztekammer: Mehr Medizinstudienplätze, statt Physician Assistants

Das hessische Ärzteparlament betonte am vergangenen Samstag, 19. März 2016, in Bad Nauheim, dass eine Ausweitung von ärztlichen Assistenzberufen, wie Physician Assistants, nicht geeignet seien den Mangel an Ärzten zu beheben. Deshalb wird in dem Beschluss, den die MB-Delegierten eingerbacht haben, gefordert, mehr Medizinstudienplätze an öffentlichen Universitäten zu schaffen.

Eine Ausweitung von ärztlichen Assistenzberufen sei keine geeignete Lösung. Die Kosten, die die Länder hier in der Ausbildung sparen wollten, gehen zu Lasten der qualitativ hochwertigen Patientenversorgung. Verbunden damit seien auch ungeklärte Haftungsrisiken sowohl für die Ärztinnen und Ärzte als auch für die Angestellten in den neuen Gesundheitsberufen. Zum Beschluss >>>

Zudem hat das Ärzteparlament mit Verwunderung die Meldungen der Asklepios Kliniken zur Kenntnis genommen, zur Verbesserung der Patientensicherheit den Arztkittel in den eigenen Kliniken abzuschaffen.

Begründet wurde dies mit angeblichen Empfehlungen der WHO und des Robert-Koch-Instituts. Offizielle evidenzbasierte Empfehlungen hierzu gebe es jedoch nicht. Die Delegierten haben deshalb eine Resolution beschlossen: „Arztkittel stellen kein zusätzliches Infektionsrisiko dar, wenn vernünftig damit umgegangen wird!“ Der Arztkittel sei keine Schutzkleidung, sondern lediglich Arbeits- bzw. Berufskleidung, die als Ergänzung oder zum Abdecken der Privatkleidung gedacht ist, heißt es im Beschluss, der von den Delegierten des Marburger Bundes eingebracht wurde. Zum Beschluss >>>

Des Weiteren hat des Ärzteparlament beschlossen, den 119. Deutschen Ärztetag 2016 aufzufordern, die Statute der Deutschen Akademie der Gebietsärzte und der Deutschen Akademie für Allgemeinmedizin in der neuen Gremienstruktur der Bundesärztekammer unverändert weiter gelten zu lassen. Zum Beschluss >>>

Keine Mehrheit hat der Antrag des MB gefunden, PJlern eine freiwillig Mitgliedschaft zu ermöglichen (wir berichteten).

 

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