MB Hessen sorgt für bessere Generationengerechtigkeit im Versorgungswerk

Aufgrund der sinkenden Erträge aus den Geldanlagen ließ sich das Versorgungswerk (VW) der Landesärztekammer Hessen in der Delegiertenversammlung am 28.11.09 eine Senkung des Rechnungszinses von 3,5 % auf 3,0 % einschließlich der daraus resultierenden Anpassung der Leistungstabellen genehmigen. 'Versorgungswerk kürzt Rentenanwartschaft für Jüngere überproportional' hatten wir einen Bericht dazu betitelt, in dem wir ausführlich begründet und vorgerechnet hatten, warum unsere jüngeren Kolleginnen und Kollegen von der Leistungskürzung überproportional betroffen waren.

Die Liste 'Marburger Bund Hessen' konnte in dieser Delegiertenversammlung durchsetzen, dass der Vorstand des VW beauftragt wurde, nicht nur möglichst bald zu einem höheren Rechnungszins zurück zu finden, sondern einen Modus für die Verteilung der Gewinne zu erarbeiten, der die jetzt überproportionale Benachteiligung der Jüngeren mildert oder ausgleicht.

Der Vorstand des VW kam nun dieser Aufgabe nach und legte der Delegiertenversammlung am 28.09.11 folgenden Antrag vor:

Überschüsse werden zur Verbesserung der Versorgungsleistungen verwendet, wenn und soweit hierfür Mittel aus der Rückstellung für Überschussbeteiligung zur Verfügung stehen. In einem solchen Fall werden die Renten zukünftig weiter prozentual erhöht; die erworbenen Anwartschaften werden gestaffelt, am Leistungszins orientiert, prozentual erhöht.

Durch eine gestaffelte Erhöhung der Anwartschaften wird eine Berücksichtigung der im Zeitablauf abgesenkten Leistungszinssätze für die Verrentung bei der Überschussverteilung wie folgt sichergestellt: Die bis zum Stichtag erworbene Anwartschaft wird nach dem Verhältnis der jeweils unter Geltung desselben Leistungszinssatzes zurückgelegten Versicherungszeiten zu der insgesamt bis zum Stichtag zurückgelegten Versicherungszeit in Anwartschaftsanteile zerlegt. Auf diese werden etwaige Überschüsse in der nachstehenden Rangfolge verteilt.

Stufe 1:

Vorrangig werden die auf Versicherungszeiten ab 01.01.2010 entfallenden Anwartschaftsanteile (Leistungszins: 3 % p.a.) um 0,5 % erhöht. Falls hierzu die Mittel nicht ausreichen, mindert sich der Anpassungssatz entsprechend.

Stufe 2:

Etwaige nach einer Verteilung gemäß Stufe 1 noch verbleibende Überschüsse werden gleichrangig zur Erhöhung der auf Versicherungszeiten ab 01.01.2010 (Leistungszins: 3 % p.a.) und auf Versicherungszeiten zwischen dem 31.12.2003 und dem 01.01.2010 (Leistungszins: 3,5 % p.a.) beruhenden Anwartschaftsanteile um 0,5 % verwendet. Falls hierzu die Mittel nicht ausreichen, mindert sich der Anpassungssatz entsprechend.

Stufe 3:

Stehen nach einer Erhöhung gemäß Stufen 1 und 2 noch Überschüsse zur Verfügung, werden diese auf alle Anwartschaftsanteile verteilt.

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