MB fordert Sicherstellungzuschläge für hochspezialisierte Kliniken

 

 

Der Marburger Bund (MB) hat die zugesagte Finanzhilfe von 880 Millionen Euro für die Krankenhäuser in Deutschland begrüßt, zugleich aber zusätzliche Hilfen für Universitätskliniken und andere Häuser gefordert, die besonders aufwändige und damit teure Fälle betreuen.

„Das Fallpauschalensystem bei der Krankenhausfinanzierung ist zwar immer ausgeklügelter geworden, aber ein Teil der Leistungen wird nicht genau abgebildet. Die Kosten teurer Schwerstkrankenfälle werden bei der typisierenden Betrachtung nicht genügend berücksichtigt", sagte der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke, der „Passauer Neuen Presse" (03.04.2013).

Das Problem betreffe nicht nur Unikliniken, sondern auch große kommunale und einige private und konfessionelle Kliniken. An diese höchstspezialisierten Häuser gäben andere Kliniken teure Schwerstkrankenfälle ab in einer Mischung aus finanzieller Überforderung und medizinischer Begründung. „Alle Kliniken müssen akut mehr Geld bekommen.

Das ist mit dem Krankenhausfinanzierungspaket der Koalition mit 880 Millionen Euro jetzt eingeleitet. Wenn wir mehr Geld bekommen könnten, sollte dies zusätzlich an die unterfinanzierten Maximalversorgungskliniken gehen. Einfacher ist es, wenn die Kassen dafür örtliche Sicherstellungszuschläge zahlen. Das ist bereits möglich", erklärte Henke.

MB-Bundesverband

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