MB trifft sich mit Jörg Osmers und Jochen Metzner im hessischen Sozialministerium

Der Marburger Bund Hessen hat sich zu einem Gespräch mit Jörg Osmers, Leiter der Gesundheitsabteilung und Jochen Metzner, zuständig für Krankenhausversorgung und -recht im Hessischen Sozialministerium (HSM), in Wiesbaden getroffen. Das zweistündige Gespräch wurde genutzt, um sich ausführlich über die Pluralität der Trägerschaft hessischer Krankenhäuser auszutauschen, wobei insbesondere auch das Thema “Sicherstellung der Notfallversorgung auf dem Lande” diskutiert wurde. Kooperationen zwischen kommunal geführten Krankenhäusern werden vom HSM befürwortet und gewünscht, damit medizinische Expertise auch weiterhin allen Patienten zur Verfügung stehen kann.

Die Vertreter des MB Hessen, Dr. Ursula Stüwe, Dr. Lars Bodammer und Dr. Susanne Johna sowie der stellvertretenden Geschäftsführer Andreas Wagner äußerten außerdem ihre Sorge um die Umsetzung der Zusatzaufgaben bei Beauftragten, wie zum Beispiel Transplantations-, Hygienebeauftragten. Es reicht nicht aus Aufgaben zuzuordnen, sondern es muss auch ein entsprechendes Zeitkontingent im Alltag vorhanden sein um die Zusatzqualifikation zu erwerben und die Aufgaben auch wirklich auszufüllen. Nur dann können die gewünschten Ziele erreicht werden, so der MB.

Für die gewählte Vertreterin des MB, wie für das HSM ist auch die derzeitige Arbeitssituation der regionalen Gesundheitskonferenzen ein äußerst unbefriedigendes Thema. In diesen Konferenzen soll vor Ort gemeinsamen mit allen Beteiligten nach Problemlösungen und konstruktiven Vorschlägen für eine sektorenübergreifende Patientenversorgung gesucht werden. Dafür sind die Kenntnisse der lokal tätigen Kolleginnen und Kollegen unabdingbar. Hier sollen in Zukunft weitere Vorschläge von Seiten des HSM auf den Weg gebracht werden.

Das immer wiederkehrende Thema des MB, die Förderung der familienfreundlichen Strukturen in Krankenhäusern, ist im HSM hinreichend diskutiert. Die Einschätzung unterscheidet sich nicht von der des MB. Jedoch sei auffällig, dass keine Fördermittel zum Aufbau, zum Beispiel von Kindertagesstätten abgerufen würden. Diese seien laut Hessischem Krankenhausgesetz durchaus förderungsfähig, so Metzner. Einigkeit bestand auf beiden Seiten darüber, dass es in Zukunft gelingen muss, Ärztinnen und Ärzte in der aktiven Patientenversorgung zu halten, sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich.

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Die Gesprächsteilnehmer in Wiesbaden (v. l.): Andreas Wagner, Dr. Lars Bodammer, Dr. Ursula Stüwe, Jörg Osmers, Dr. Susanne Johna und Jochen Metzner.

(Autoren: Dr. Susanne Johna, MB-Bezirksvorsitzende Wiesbaden und Dr. Ursula Stüwe, 1. stellv. Landesverbandsvorsitzende )

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