Marburger Bund fordert eine angemessene medizinische Versorgung im irakischen „Camp Liberty“

Der Marburger Bund fordert den an der Sicherheitskonferenz in München teilnehmenden irakischen Ministerpräsidenten Dr. Haider al-Abadi auf, den Bewohnern des „Camp Liberty“ im Irak eine angemessene medizinische Grundversorgung zu ermöglichen.

Der Marburger Bund nimmt seit Jahren mit großer Sorge die Berichte von Ärztinnen und Ärzten über die schlechte medizinische Versorgung zur Kenntnis, die sich um die rund 2.500 iranischen Flüchtlinge im „Camp Liberty“ kümmern. Insbesondere unter der früheren irakischen Regierung wurde die medizinische Versorgung für die Bewohner des Camps nahezu vollständig unterbunden.

„Dies ist ein eklatanter Verstoß gegen Artikel 12 des UN-Sozialpakts, den der Irak ratifiziert hat. Wir fordern den neuen irakischen Ministerpräsidenten daher auf, eine medizinische Grundversorgung der Menschen im Camp Liberty zu gewährleisten und damit grundlegende Menschenrechtsstandards und medizinethische Prinzipien einzuhalten“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.

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