Mitglied wählt Mitglied - Liste 7 Marburger Bund Hessen

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Im Mai-Juni 2008 sind wieder Kammerwahlen. Es werden 80 Delegierte der hessischen Delegiertenversammlung gewählt. Diese 80 Ärztinnen und Ärzte entscheiden als oberstes Selbstverwaltungsorgan u.a. über die hessische Weiterbildungsordnung, die Berufsordnung und das ärztliche Versorgungswerk, die berufsständische Alterversorgung.

Hierüber wird föderal in den Ländern entschieden, Empfehlungen der Bundesärztekammer oder des Deutschen Ärztetages kann man folgen, muss man aber nicht.

Die Kammerverwaltung untersteht der Aufsicht der Delegiertenversammlung.

Wenn Sie also über irgendetwas in der Kammer unzufrieden oder zufrieden sind, alle fünf Jahre können Sie mit Ihrer Stimme mitentscheiden, sei es über Weiterbildungsklippen, Kammerbeitragshöhen, Fortbildungsangebote, Rentenhöhen etc.

Nur der MB vertritt hier seit Jahren als einzige Liste klar die Positionen der angestellten Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, gleich ob Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt, Chefarzt oder anderweitig angestellt. Wir sind der größte Verband aller Nichtfachärzte und aller Fachärzte mit fast 10.000 Mitgliedern in Hessen.

Selbstverständlich unterstützen wir auch gemeinsame Anliegen mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Die nicht niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind aber in Hessen deutlich in der Mehrheit, dennoch hat der MB als der Verband der angestellten Ärztinnen und Ärzte nur ca. 25% der Sitze in der Delegiertenversammlung inne, nämlich derzeit 21 von 80.

Das bedeutet, wir mussten in der Vergangenheit immer wieder “Kröten” schlucken, Kompromisse eingehen, die uns nicht zufrieden stellen konnten.

Vergangene Wahlanalysen zeigen eindeutig, dass längst nicht alle Mitglieder ihren eigenen Verband wählen, für den sie Mitgliedsbeiträge zahlen sondern stattdessen keine Stimme abgeben. Wir müssten sonst deutlich mehr Sitze haben.

Dies kann und darf nicht sein. Das kann nicht Ihr Interesse sein.

Wie wichtig eine starke Organisation ist, zeigen die letzten und aktuellen Tarifkonflikte, selbst wenn wir mit dem Erreichten teils deutlich hinter dem Gewünschten zurückbleiben mussten. Wir sind aber mit unseren Problemen als angestellte Ärztinnen und Ärzte mit und durch den MB öffentlich durchaus positiv wahrgenommen worden.

Also nochmals: Nur ein starker MB kann auch ein guter MB sein.

Seien Sie mehr als ein Beitragszahler, geben sie dem MB auch Ihre Stimme! Nur dann können wir auch in der Kammer etwas Sinnvolles für Sie tun.

Die Wahl Ihres eigenen Verbandes sollte eine klare Selbstverständlichkeit sein.

Die meisten Ärztinnen und Ärzte Hessens werden bereits einen weißen C5-Brief mit dem Aufdruck ‘Kammerwahl 2008‘ erhalten haben. Lassen Sie sich nicht dadurch verwirren, dass die Frist zur Briefwahl offiziell erst am 21. Mai beginnt.

Für die Briefwahl ist es nie zu früh!

In diesem Sinne

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Scholz, Landesverbandsvorsitzender Marburger Bund Hessen

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