Mitglieder am NRZ Wiesbaden zum Streik aufgerufen

Ärzte treten zwei Tage in den Streik

Der Marburger Bund Hessen hat die Tarifverhandlungen mit der Median Klinik Neurologisches Rehazentrum (NRZ) Wiesbaden für gescheitert erklärt. Am Donnerstag, den 21. Mai und am Freitag, den 22. Mai 2015 wird daher ganztägig am NRZ gestreikt. Die Notfallversorgung wird für diese Zeit selbstverständlich gewährleistet.

„Nach mehr als einem Jahr zunächst konstruktiven Verhandlungen hat Median eine Kehrtwende vorgenommen und ein Vergütungsangebot unterbreitet, das offensichtlich ein Scheitern der Verhandlungen provozieren sollte“, sagt Verhandlungsführer Rechtsanwalt Andreas Wagner, Geschäftsführer des Marburger Bundes Hessen. Anders sei es nicht zu erklären, dass Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung in einem 5-Jahresvergleich bei Median rund zwölf Prozent weniger Grundvergütung (das sind etwa 28.000 Euro) erhalten sollen als dies bei Trägern anderer Krankenhäuser mit Tarifverträgen des Marburger Bundes der Fall ist.

„Genauso inakzeptabel ist das Angebot für die Bereitschaftsdienstregelung“, ergänzt Wagner. So sollen Ärzte für einen Bereitschaftsdienst unter der Woche rund 120 Euro weniger bekommen als z.B. nach dem Marburger Bund-Tarifvertrag für Ärzte mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände(TV-Ärzte/VKA). „Aber auch beim Gesundheitsschutz will Median seine ärztlichen Beschäftigten im Regen stehen lassen“, fügt Wagner hinzu. So soll es nur 28 Tage Urlaub geben, während fast bei allen Arzttarifverträgen 30 Tage gewährt werden und Ärzte sollen keinen Zusatzurlaub als Ausgleich für Nachtarbeit oder nächtliche Bereitschaftsdienste erhalten.

Der Marburger Bund interpretiert dies so: Median sind die Mitarbeiter am NRZ Wiesbaden weniger wert als dies üblicherweise nach den arztspezifischen Tarifverträgen der Fall ist. Die Mitglieder des Marburger Bundes sind nicht länger gewillt, sich das gefallen zu lassen und haben deshalb einstimmig für die Aufnahme von Streiks gestimmt.

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