PJ und Famulatur im Ausland: Eine gute Vorbereitung ist wichtig

Immer mehr Medizinstudierende gehen während ihres Studiums ins Ausland - sei es für die Famulatur oder das Praktische Jahr.  „Mittlerweile sind es an manchen Medizinischen Fakultäten fast 80 Prozent der Medizinstudierenden, die für eine Famulatur oder ein PJ-Tertial in ein anderes Land gehen“, weiß Peter Karle, Referent der Veranstaltung „Famulatur und PJ im Ausland“ und Chefredakteur von medizinernachwuchs.de.

Die Veranstaltung „Famulatur und PJ im Ausland“ an der Uniklinik Frankfurt, die der Marburger Bund Hessen mit Unterstützung der Allianz PKV Frankfurt organisiert hatte, fand deshalb auch großes Interesse bei den Studierenden.

Peter Karle gab den Studenten im Verlauf der Veranstaltung praktische Tipps mit auf den Weg, auf was sie alles bei der Planung und Vorbereitung eines Auslandsaufenthalts und bei der Bewerbung für einen Famulatur- oder PJ-Platz achten müssen. Fragen wie: In welches Land soll es gehen? Welches Fachgebiet passt zu mir? Welche Klinik interessiert mich? Wie lange ist die Vorlaufzeit? sind laut Karle wichtig bei der Vorbereitung.

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Peter Karle während des Vortrags "Famulatur und PJ im Ausland" in Frankfurt.

„Gerade bei der Vorlaufzeit gibt es große Unterschiede“, weiß der Referent. So beträgt zum Beispiel die Vorlaufzeit für ein Chirurgie-Tertial in Südafrika mitunter bis zu zwei Jahre und auch in der Schweiz werden PJ-Plätze, sogenannte Unterassistentenstellen, egal welches Fachgebiet, bereits etwa zwei Jahre im Voraus vergeben.

Für die USA, Kanada, Mittel- und Südamerika, Afrika, Südafrika, Asien, Australien, China, Großbritannien, Schweiz und die skandinavischen Länder gab der Referent den Medizinstudierenden an konkreten Beispielen Informationen mit, etwa auf welche Besonderheiten sie beim jeweiligen Land achten müssen, welche Kosten auf sie zukommen und was sie bei der Planung alles beachten sollten.

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Auch sei es wichtig, dass die Studenten sich informieren, was sie für die Anerkennungen der Auslandsaufenthalte durch das jeweilige Landesprüfungsamt (LPA) brauchen, damit ihnen am Ende nicht ein wichtiger Stempel oder ein Schreiben fehle.  „Hier sollten sich die Studierenden immer rechtzeitig bei ihrem LPA informieren, damit alles reibungslos funktioniert“, so Karle.

Weitere Infos: http://medizinernachwuchs.de/

Autor und Fotos: mn

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