Rhön droht Notruf 113

Jedenfalls einer niedergelassenen Orthopädin und einer niedergelassenen Allgemeinmedizinerin, beide Mitglieder von Notruf 113, die sich kritisch über die Versorgung im privatisierten Uniklinikum Gießen und Marburg geäußert hatten. Das berichtet FR-Online.de hier. Die RHÖN-KLINIKUM AG verlangt Unterlassungserklärungen unter Androhung saftiger Vertragsstrafen.

Auch gegen den Produzenten der Fernsehdokumentation „Der Patient als Ware“ Rainer Fromm soll Rhön nach diesem Bericht vorgehen. Er habe u.a. unrichtig behauptet, der Patient Wilfried Grebing sei dreimal hilflos in der Klinik herumgeirrt, in Wahrheit sei das nur zweimal der Fall gewesen.

Im Infokasten zum Bericht wird auch erwähnt, das Verdi seinen Blog rhoehnwach.de (ab 2.11.08) nicht mehr weitergeführt habe, weil Rhön gedroht habe, "fies" zu werden.

Nach unserer Beobachtung ist es nicht neu, dass Kliniken gegen Kritiker juristisch vorgehen. Damit muss eine Gewerkschaft umgehen können. Deshalb über zwei Jahre einen Blog-Friedhof zu pflegen, erscheint uns keine glückliche Reaktion. Wir wünschen unseren niedergelassenen Kolleginnen, dass hinter ihnen ein Berufsverband steht, auf den sie sich in schwierigen Zeiten so verlassen können, wie die angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte auf ihren Marburger Bund.

Empfehlenswert ist dazu auch ein Besuch im A. PAUL WEBER - MUSEUM, um dort diese Grafik zu studieren.

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