Rund 1.200 Ärztinnen und Ärzte protestieren in Köln gegen miserables VKA-Angebot

Ein Bericht des WRD hat rund 1.200 Ärztinnen und Ärzte bei der zentralen Demo in Köln gezählt. Sie protestierten im Vorfeld der nächsten Verhandlung am Abend des 22.03.10 in der Tarifrunde 2010 mit der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) gegen ein völlig unzureichendes Angebot der Arbeitgeber.

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Wenn Sie das Transparent in Bewegung sehen wollen, werfen Sie einen Blick in diesen Video-Clip der Tagesschau.de.

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Faire Vergütung für nächtliche Arbeit wird als Forderung der ausgebeuteten und übermüdeten Ärztinnen und Ärzte auf dem Transparent besonders herausgestellt. Ein Oberarzt berichtet aus seinem kommunalen Krankenhaus mit sechs Prozent offenen Stellen über die resultierende Arbeitsverdichtung und -überlastung: Statt des tarifvertraglich vorgesehenen Verhältnisses von acht Stunden Dienst und 16 Stunden Bereitschaftsdienst hat sich in der Realität die Zeitaufteilung umgekehrt - nach 16 Vollarbeit schließen sich noch mindestens acht Stunden Bereitschaftsdienst an und nach 24 Stunden können die Ärzte oftmals noch nicht nach Hause, sondern müssen durch die Erfordernisse der Krankenversorgung noch viele weitere Stunden im Krankenhaus weiterarbeiten. Ein klarer Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz, eine Gefährdung der Sicherheit der Patienten und der Gesundheit der Beschäftigten, wie uns das von unseren Mitgliedern nicht nur aus dieser Klinik berichtet wird.

Bilder und Youtube-Video: RA Udo Rein, Geschäftsführer des MB Hessen

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