„Selbst gestrickt“ – Die Kreisklinik Darmstadt-Dieburg GmbH legt Arbeitsbedingungen weiter einseitig fest

Nach fast einem dreiviertel Jahr Verzögerung werden die Verantwortlichen der Kreisklinik Darmstadt-Dieburg GmbH nun aktiv: Nach Auskunft der Geschäftsführung sollen nach Beschluss der Gesellschafterversammlung in Kürze die Grundgehälter erhöht werden - zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe ist dem Marburger Bund aber noch nicht bekannt.

Zuvor hatten sie die Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund Hessen abgebrochen. Seit 14 Jahren gibt es für die Beschäftigten an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg keinen Tarifvertrag – und dies soll nun auch so bleiben.

Das Verhalten entspricht der jahrelangen Praxis auch weiterhin die Gehälter nach Gutdünken festzusetzen. Eine Tarifbindung wie an fast allen kommunalen Kliniken Deutschlands lehnen Geschäftsführung und Landrat ab, weil dies, ihrer Meinung nach, die Gefahr einer Privatisierung berge. Allerdings befinden sich viele private Klinikträger (Asklepios, Helios, Rhön, Sana) in einer Tarifbindung mit dem Marburger Bund. An der Kreisklinik Darmstadt-Dieburg GmbH wird hingegen von „oben herab“ verteilt.

Aufgrund der fehlenden Tarifbindung raten wir unseren Mitgliedern daher zur Vertragsberatung durch unsere Verbandsjuristen.

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