Landesärztekammer: Sonderopfer in der qualitativ hochwertigen stationären Versorgung stoppen

Auf Antrag der Delegierten des MB Hessen hat die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen am 24. März 2012 beschlossen: Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen fordert die Landesärztekammer auf, eindringlich auf die Hessische Landesregierung einzuwirken, dass neben der Verbesserung der Strukturen im ambulanten Bereich auch die Sicherung einer qualitativ hochwertigen stationären Versorgung in Hessen zustande kommt.

Neben dem immer deutlicher werdenden Ärztemangel im Krankenhaus droht auch die unzureichende Finanzierung zu einer schwerwiegenden Belastung für die stationäre Versorgung zu werden. Während für den ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Bereich zu
Recht Verbesserungen der Finanzierung vorgesehen sind (z.B. Abschaffung der Grundlohnratenbegrenzung für die zahnärztliche Versorgung), bleibt der stationäre Bereich nach wie vor unberücksichtigt, sondern muss in Folge der durch das GKV-Finanzierungsgesetz zusätzliche Sonderopfer erbringen.

Die Folgen der mangelhaften finanziellen Ausstattungen können in Hessen sowohl bei kommunalen Trägern aber auch bei privaten Trägern von Universitätskliniken beobachtet werden.

Daher fordert die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen, dass die Forderung aus der 9. Delegiertenversammlung nachdrücklich bei der Hessischen Landesregierung vorgetragen wird, um die entsprechenden Änderungen im Bund zu bewirken (u.a. den 2009 eingeführten Orientierungswert endlich in Kraft zu setzen oder die für das Jahr 2012 zu Lasten der Krankenhäuser vorgesehenen Kürzungen wieder aufzuheben).

Die Landesärztekammer soll in der nächsten Delegiertenversammlung über den Fortschritt berichten.

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